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Uetze Darum zahlt sich der Klimaschutz für Uetze aus
Umland Uetze

Uetze: Investitionen in Klimaschutz zahlen sich für Uetze aus

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13:00 02.12.2019
Das Blockheizkraftwerk an der Marktstraße versorgt das Rathaus (im Hintergrund) und das Schulzentrum mit Wärme. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Investitionen der Gemeinde Uetze in den Klimaschutz haben sich bereits jetzt bezahlt gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des kommunalen Eigenbetriebs Gebäudeservice und Bauhof im Rahmen des gemeindeeigenen Klimaschutzprogramms. Das seit 2009 bestehende Programm läuft Ende des Jahres aus.

Die erste Investition, die der Eigenbetrieb ohne Kreditaufnahme mit Geld aus dem Programm finanziert hatte, war die Dämmung des Dachbodens der Grundschule in Eltze im Jahr 2009. Es folgten in den nächsten Jahren die Planung und Anbindung der Hänigser Schule, der Ballspielhalle und des Kindergartens Storchennest, des Uetzer Schulzentrums und des Rathauses an Blockheizkraftwerke der Hänigser und der Uetzer Biogasanlage. Die Anlagen versorgen die genannten Gebäude mit Wärme.

Geld aus dem Klimaschutzprogramm floss auch für die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Familienhaus und die Umrüstung der Sporthallen in Hänigsen und des Uetzer Schulzentrums auf eine LED-Beleuchtung. Alle genannten Investitionen schlugen mit fast 430.000 Euro zu Buche. Das Bundesumweltministerium förderte die Umrüstung der Sporthallen auf LED-Leuchten mit fast 60.000 Euro. Somit musste der Eigenbetrieb nur rund 370.000 Euro selbst aufbringen.

Rathaus wurde an Blockheizkraftwerk angeschlossen

Die größte Ersparnis hat bisher der Anschluss des Uetzer Schulzentrums und des Rathauses an das Blockheizkraftwerk der Uetzer Biogasanlage gebracht: rund 335.000 Euro. Insgesamt summieren sich die Einsparungen auf 640.000 Euro. Somit haben sich die Investitionen bereits jetzt amortisiert. Wenn man die technische Nutzungsdauer der Anlagen – bei Blockheizkraftwerken 20 Jahre, bei Beleuchtungen und Fotovoltaikanlagen 25 Jahre – berücksichtige, komme in den nächsten Jahren eine weitere Kostenersparnis von rund 1,5 Millionen Euro hinzu, erläutert Eigenbetriebsmitarbeiterin Vivien Altmann in dem Bericht.

Seit 2000 standen jährlich 40.000 Euro für Investitionen in den Klimaschutz zur Verfügung. Die Hälfte hat der Eigenbetrieb beigesteuert, indem er die Ausgaben für die Gebäudeunterhaltung um 20.000 Euro im Jahr reduzierte. Außerdem nutzte er das Vermieter- und Mieterverhältnis aus, das zwischen dem Eigenbetrieb und der Kernverwaltung der Gemeinde besteht. Die Kernverwaltung muss an den Eigenbetrieb für die Nutzung der Räume Miete zahlen. Der Eigenbetrieb schlug seit 2009 eine Sonderabgabe Klimaschutz von 36 Cent im Jahr je Quadratmeter Nutzfläche auf die Kaltmiete auf. Auf diesem Wege kamen die restlichen 20.000 Euro pro Jahr zusammen. So war es laut Eigenbetriebsleiter Frank Hacke möglich, die Investitionen ohne Kreditaufnahme zu finanzieren.

70.000 Euro stehen noch zur Verfügung

Der Rat hatte bei der Verabschiedung des Programms Ende 2009 beschlossen, dass das Geld, das nicht ausgegeben wird, immer in das nächste Jahr übertragen wird. Daher stehen auch nach Auslaufen des Programms noch 70.000 Euro für Klimaschutzinvestitionen zur Verfügung. Der Eigenbetrieb will sie für Fotovoltaikanlagen auf dem neuen Schul- und Kindertagesstättengebäude in Dollbergen und auf dem neuen Uetzer Feuerwehrhaus ausgeben. Das Feuerwehrhaus soll außerdem einen Stromspeicher erhalten.

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