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Uetze Kalibahner haben in Hänigsen neuen Bahnsteig gebaut
Umland Uetze

Uetze: Kalibahner haben in Hänigsen neuen Bahnsteig gebaut 

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14:06 13.08.2019
Joachim Leiner (von links), Vorsitzender des Kalibahn-Vereins, die CDU-Regionsabgeordneten Ulrike Krause, Oliver Brandt und Christoph Loskant sowie der Kalibahner Rüdiger Hagen wollen vom neuen Bahnsteig in den vereinseigenen Schienenbus einsteigen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Der Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel kann seinen Gästen, die mit dem vereinseigenen Schienenbus VT 98 fahren wollen, jetzt etwas mehr Komfort bieten als bisher. Der neue Bahnsteig am Vereinsgelände in Uetze-Hänigsen ist fertig. So konnten die CDU-Regionsabgeordneten Oliver Brandt, Ulrike Krause und Christoph Loskant während ihres Besuchs bei den Kalibahnern bequem in den Triebwagen einsteigen. Der Vereinsvorsitzende Joachim Leiner fuhr sie zum Wathlinger Kaliberg und zum früheren Ölbahnhof Nienhagen.

Den Bahnsteig haben Vereinsmitglieder in wochenlanger Arbeit hergerichtet. Zuerst mussten sie den Untergrund auskoffern. „Weil da früher über Jahre Bauschutt abgeladen worden war“, sagte Leiner. Anschließend setzten die ehrenamtlichen Helfer die Bahnsteigkante und füllten die ausgekofferte Fläche dahinter auf. Auf das Füllmaterial kamen zwei Schichten mit Mineralgemisch und Splitt. Zum Schluss pflasterten die Vereinsmitglieder den Bahnsteig mit rund 2000 Betonrechtecksteinen und stellten einen Zaun auf. „Die Pflastersteine haben wir aus Bauschutt recycelt“, berichtete Leiner.

Region Hannover gibt Geld für Schienenbus

Den Schienenbus, der 33.000 Euro gekostet hat, hat der Verein 2016 mit Geld aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union gekauft. 10.000 Euro musste der Verein selbst aufbringen. Weil die Leader-Richtlinien eine kommunale Kofinanzierung fordern, gaben auch die Region Hannover, der Landkreis Celle und die Gemeinde Nienhagen Geld dazu. „Wir haben die Kofinanzierung von der Region Hannover anders als vom Landkreis Celle ganz unbürokratisch bekommen“, berichtete Leiner den Regionsabgeordneten.

Erstes Ziel der Fahrt durch das Waldgebiet Brand war der Wathlinger Kaliberg. Falls das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die geplante Abdeckung der Kalihalde genehmigt, ist langfristig auch der Kalibahn-Verein betroffen. Das Gleis, das am Fuß des Kalibergs liegt, wird unter der Abdeckung verschwinden. Nach Leiners Informationen will der Konzern K+S beim Aufschütten von zerkleinertem Bauschutt und Bodenaushub so vorgehen, dass die Kalibahner noch möglichst lange die Schiene am Kaliberg nutzen können.

Strenge Auflagen im FFH-Gebiet

Die Uetzer CDU schlägt vor, für die Anlieferung des Abdeckmaterials das Gleis vom früheren Ölbahnhof Nienhagen zum Kaliberg und den angrenzenden Waldweg zu nutzen. Nach Leiners Einschätzung hat dieser Vorschlag wenig Erfolgschancen, weil man dafür eine breite Schneise durch den Brand schlagen müsste, der ein besonders schützenswertes Fauna-Flora-Habitat (FFH-Gebiet) ist. Aus seiner Sicht wäre es die beste Lösung, man baute östlich von Hänigsen vorhandene Feldwege aus. „Dann bekäme Hänigsen eine Ortsumgehung“, so Leiner.

Wegen des FFH-Gebiets müssen die Kalibahner laut Leiner strenge Auflagen beachten. Pro Jahr dürften sie nur 43 Fahrten mit dem Schienenbus und an drei Tagen in der Woche bis zu drei Draisinenfahrten machen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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