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Uetze Schwüblingsen: Kein Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt
Umland Uetze Schwüblingsen: Kein Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt
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00:23 24.02.2019
An der Schwüblingser Ortsdurchfahrt (K 125) ermahnt nur noch das Schild „Achtung Kinder“ die Autofahrer langsam zu fahren. Das runde Tempo-30-Schild hat die Region Hannover abbauen lassen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Schwüblingsen

Auf der Ortsdurchfahrt in Schwüblingsen galt seit Jahren von der Einmündung Lahkamp bis zur Stichstraße Vorderreihe Tempo 30. Jetzt hat die Region Hannover die Schilder auf der innerörtlichen K 125 abbauen lassen. Damit gilt auf der gesamten Länge der Ortsdurchfahrt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern – zum Ärger von Ortsbürgermeister Eike Dralle und vielen Schwüblingsern.

Dass die Tempo-30-Schilder überhaupt aufgestellt werden konnten, lag laut des Teamleiters Verkehr Jan Schulz an einem alten Erlass, der diese Möglichkeit zuließ. Doch dieser ist nicht mehr gültig. Ins Rollen gebracht hat die jetzige Änderung ein Antrag aus Katensen, auf der Katenser Hauptstraße den Tempo-30-Bereich rund um die Bushaltestelle zu erweitern. Weil dies mit der Begründung abgelehnt werden musste, dass auf Kreisstraßen nur gewichtige Gründe eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu lassen, haben die Schwüblingser jetzt das Nachsehen. „Denn gewichtige Gründe hat es nie gegeben“, sagt Schulz. An der Ortsdurchfahrt im Zuge der K 125 liegen weder Bushaltestelle noch Kita oder Schule.

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Aus Richtung Arpke kommen zahlreiche Auto- und Lastwagenfahrer mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort gefahren. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

„Es fällt uns schwer, uns damit abzufinden, dass die Tempo-30-Schilder weg sind“, sagt Ortsbürgermeister Eike Dralle. Es habe gut funktioniert. „Muss jetzt erst etwas passieren, dass die Strecke zum Unfallschwerpunkt wird“, fragt Dralle: „Das erschließt sich mir nicht.“ Tempo 30 sei wichtig für die Verkehrssicherheit gewesen, weil die Ortsdurchfahrt für querende Fußgänger nicht überall gut einsehbar ist. Die Straße zu überqueren, wird jetzt nicht leichter. Hätte am Montag, als die A2 nach mehreren Unfällen gesperrt war, eine Verkehrszählung stattgefunden, „dann hätte wir eine Ampel bekommen“, verweist Dralle darauf, dass die K 125 eine vielbefahrene Umleitungsstrecke für die Autobahn ist.

Von Anette Wulf-Dettmer