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Uetze Konzept will Stärken der Kinder fördern
Umland Uetze Konzept will Stärken der Kinder fördern
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10:51 13.11.2018
Diskutieren während der Fachtagung (von links): Erste Gemeinderätin Ursula Tesch, Supervisorin Susanne Ahrens, Referentin Maria Aarts, Teamleiterin Tamara Möller und die Kita-Fachberaterin Anne Wiechmann. Quelle: Antje Bismark
Uetze

 „Der Funke soll überspringen“ – das wünscht sich Anne Wiechmann, Kita-Fachberaterin der Gemeinde Uetze, nach einer eintägigen Fortbildung von mehr als 150 Erzieherinnen und Erziehern. Dabei stellte die niederländische Pädagogin Maria Aarts das Konzept Marte Meo vor, bei dem Erzieher, Lehrer und Eltern den Fokus auf die Stärken der Kinder richten. „Es lässt sich natürlich auch auf Kollegen und das eigene Leben übertragen“, ergänzt Teamleiterin Tamara Möller.

Seit Jahren organisiert die Gemeinde etwa alle 18 Monate eine ganztägige Weiterbildung ihrer Erzieher: „Für uns ist wichtig, dass alle Kollegen einmal jährlich zusammenkommen und an einem Thema gemeinsam arbeiten“, sagt Wiechmann und fügt hinzu, dass sich dieses meist aus der täglichen Arbeit ergebe. Dazu hätten in der Vergangenheit die Sprachentwicklung der Kinder, Inklusion, ganzheitliches Lernen, aber auch die eigene Gesundheitsfürsorge gehört. Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch betont, dass die Eltern eine solche Qualifizierung erwarteten – auch wenn die Kitas an diesem Tag geschlossen blieben.

Denn letztlich profitiere der Nachwuchs davon, wenn die Erzieher ihre Arbeit reflektierten und neue Impulse erhielten, sagt Möller. Sie wie auch Wiechmann gehen davon aus, dass die drei Vorträge, die Maria Aarts gehalten hat, genau diese Wirkung entfalten werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fachberaterin den ersten Kontakt zur Referentin geknüpft, die weltweit für ihr Konzept wirbt. Dabei gehe es darum, konsequent herauszuarbeiten, was das Gegenüber besonders gut beherrsche und wie sich positiv daran anknüpfen lasse.

Um den Blick, insbesondere der Eltern, zu schärfen, gehören zum Konzept Marte Meo unter anderem Videoaufzeichnungen. Damit können die Beobachter die Stärken der Handelnden besser erkennen. Bei Kindern sollen damit Erziehungsprobleme aktiv gelöst werden, auch weil die Kommunikation zwischen den Erziehenden – Eltern und Erziehern – verbessert wird. „Diese Methode spricht unsere Mitarbeiter sehr an“, sagt Wiechmann. Deshalb würden die einzelnen Teams nach der Fortbildung in Klausur gehen und entscheiden, welche Unterstützung sie für eine Arbeit nach diesem Prinzip noch benötigen.

Dabei setzen Fachberaterin und Teamleiterin unter anderem auf Susanne Ahrens, die als Supervisorin von Marte Meo in der Region Hannover arbeitet. Denn, sagt Wiechmann, auch wenn deren Herangehen vielen Zuhörern gefallen hat: „Die Umsetzung benötigt Zeit und stetiges Entwickeln in den Teams.“ Und dann springe der Funke ganz sicher über, fügt sie hinzu.

Von Antje Bismark

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