Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Uetze Nach Brand auf Prakla-Gelände stehen Firmen vor Neuanfang
Umland Uetze

Uetze: Nach Brand auf Prakla-Gelände stehen Firmen vor Neuanfang

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
13:15 12.07.2019
Vom großen Hallenkomplex auf dem früheren Prakla-Gelände ist nur eine Ruine übrig geblieben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Anzeige
Uetze

 Noch ist unklar, was den Großbrand in der Nacht zum 26. Juni auf dem ehemaligen Prakla-Gelände auslöste. „Unsere Experten des Branddezernats werden den Brandort in den kommenden Tagen aufsuchen“, teilt ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover mit. Das Problem: Die Hallenruinen sind zwar inzwischen abgekühlt, aber sie sind einsturzgefährdet, sodass zunächst Vorkehrungen getroffen werden müssen, damit die Brandermittler sie gefahrlos betreten können. Fest steht: Das Feuer hat den Lagerhallenkomplex auf dem Gewerbegelände größtenteils zerstört. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. 

Betriebe arbeiten in Ausweichquartieren weiter

Nach dem Großbrand sind die Firma LVB-Steinbrink, das Lohnunternehmen Linneweh und ASE Reisemobile quasi obdachlos geworden. „Unser Standort ist niedergebrannt und nicht zu erneuern“, sagt Detlev Blume, Geschäftsführer von LVB-Steinbrink. „Für uns steht aber fest, dass wir unsere Niederlassung in Uetze beibehalten wollen. Wir suchen deshalb nach geeigneten, räumlichen Alternativen.“ Blume hat seinen Betrieb schon wieder aufgenommen, weil ein Mitarbeiter seine Privatimmobilie an der Benroder Straße zur Unterbringung der Fahrzeuge bereitstellt. Das sei aber nur eine Interimslösung, sagt Blume. Es gebe Überlegungen, den noch erhaltenen Flügel des Hallenkomplexes zu nutzen.

Im Augenblick lagert LVB-Steinbrink größere Arbeiten an die anderen fünf Firmenstandorte aus. Zwei Aufsitzrasenmäher und eine Landmaschine seien dem Brand zum Opfer gefallen, bilanziert Blume. Der Geschäftsführer lobt, wie umsichtig seine Mitarbeiter reagiert hätten. Ein Angestellter, der zugleich aktives Mitglied der Ortsfeuerwehr Uetze ist, hatte noch mehrere Fahrzeuge aus der Halle gefahren, bevor die Flammen auch diese erreichten.

Der Großbrand auf dem früheren Prakla-Gelände hat in der Werkstatt der Firma ASE Reisemobile einen Totalschaden angerichtet. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

„Wir haben gar nichts mehr“, sagt stattdessen Achim Segler, Geschäftsführer von ASE Reisemobile. Seine gesamten Fahrzeuge, die er im Hallenkomplex untergebracht hatte, sind verbrannt. „Aber wir arbeiten trotzdem weiter.“ In unmittelbarer Nähe zum Prakla-Gelände hat Segler kurzerhand eine Interimswerkstatt eingerichtet. Werkzeug und andere Ausrüstung seien bereits neu bestellt. „Trotzdem stehen wir vor einer wahnsinnigen Herausforderung.“

Lohnunternehmer Linneweh wollte sich auf Anfrage nicht zum weiteren Vorgehen nach dem Brand äußern. Dafür brodele die Gerüchteküche im Ort zu stark. Von der Firma war nur so viel zu erfahren: „Wir sind mit unseren aktuellen Maschinen weiterhin im Einsatz und arbeiten daran, dass alles normal weitergehen kann.“

Gemeinde will ausgebrannte Betriebe unterstützen

Dass alles seine Zeit braucht, meint auch Rathaussprecher Andreas Fitz: „Wir hatten einen solchen Fall noch nicht und haben auch leider keine Schubladenkonzepte für derartige Situationen. Deshalb kann die Gemeinde momentan nur ihrer beratenden Funktion nachkommen.“ Darüber hinaus sei die Verwaltung mit der Wirtschaftsförderung der Region Hannover über mögliche Fördermittel im Gespräch. „Wir wollen auf die Betriebe zugehen und schauen, welche Hilfe nötig und möglich ist.“

Von Laura Beigel

CDU-Fraktionschef hat im Rat der Gemeinde Uetze kein gutes Haar an der neuen Park-and-ride-Anlage am Bahnhof in Dollbergen gelassen. Trotzdem stimmte der Rat dem Bebauungsplan zu.

03.07.2019

Auf dem Weg, die Gaststätte Zum Bahnhof zu erhalten und in ein Bürgerhaus umzuwandeln, ist die Geck-AG aus Dedenhausen einen entscheidenden Schritt weiter. Für die Gründung einer Genossenschaft hat sie jetzt ein Treuhandkonto eröffnet.

12.07.2019

Das zweite Jahr in Folge müssen die Landwirte im Nordosten der Region Hannover bei der Getreideernte mit erheblichen Eintragseinbußen rechnen. Die Gründe sind wie 2018 die Hitze und der Wassermangel.

12.07.2019