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Uetze Zwist mit der Gemeinde: IGS-Rektor Frank Stöber wechselt ins Büro des Kultusministers
Umland Uetze

Uetze: Nach Streit mit der Gemeinde wechselt IGS-Rektor Stöber ins Kultusministerium

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16:50 13.09.2019
Frank Stöber verlässt die Aurelia-Wald-Gesamtschule, die er vier Jahre lang geleitet hat. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Archiv)
Uetze

Die Aurelia-Wald-Gesamtschule (AWG) wird voraussichtlich ab Mittwoch, 18. September, auf ihren streitbaren Schulleiter Frank Stöber verzichten müssen. Er wechselt ins niedersächsische Kultusministerium und wird dort Büroleiter des Ministers Grant Hendrik Tonne. „Wir warten auf die Zustimmung des Schulhauptpersonalrats. Die erhoffen wir für Dienstag“, sagt Stöber. Wenn die Personalvertretung zustimme, werde er ab Mittwoch im Ministerium arbeiten.

Bis zur endgültigen Stellenbesetzung nehme er die Aufgaben des Büroleiters kommissarisch wahr. „Es wird eine normale Stellenausschreibung geben, auf die ich mich bewerbe“, sagt der 49-Jährige, der seit August 2015 Gesamtschuldirektor in Uetze ist. Im Vorfeld sei er gefragt worden, ob er Interesse an der Arbeit im Ministerium habe.

Stöber will Aufbau der AWG nicht im Weg stehen

Bei seiner Entscheidung, nach Hannover zu gehen, habe der Streit mit dem Schulträger eine Rolle gespielt. Es hatte zwei Dienstaufsichtsbeschwerden des Uetzer Bürgermeisters Werner Backeberg über den AWG-Schulleiter gegeben, die aus Stöbers Sicht haltlos waren. „In der letzten Dienstaufsichtsbeschwerde hat der Schulträger deutlich formuliert, dass er einen anderen Schulleiter wünscht“, berichtet Stöber. Dadurch sei eine Situation entstanden, die für beide Seiten nicht mehr hinnehmbar ist. „Ich will dem Aufbau und dem Erfolg der Schule nicht im Wege stehen, daher werde ich die Schule verlassen“, heißt es in einem Schreiben Stöbers an Eltern und Schüler.

In dem Abschiedsschreiben klagt er darüber, dass sich die anderen Schulen des Schulzentrums seit seinem Dienstantritt in Uetze häufig gegen die AWG gestellt hätten. „Insbesondere, als es darum ging, neue Ideen umzusetzen, wie zum Beispiel unseren anderen Stundenrhythmus“, schreibt Stöber. „Die Unterstützung seitens des Schulträgers beim Aufbau dieser Schule empfand ich ebenfalls nicht“, führt er weiter aus. Er erinnert unter anderem an das fehlende Raumkonzept, das Verbot einen Weihnachtsbaum aufzustellen, die Diskussion über eine Oberstufe an der AWG und „die immer wiederkehrende falsche Behauptung, der Schulträger wäre in die Überlegungen hinsichtlich unseres pädagogischen Konzepts nicht einbezogen worden“. Jüngstes Beispiel sei die Neuprogrammierung der Klingelzeiten zum neuen Schuljahr ohne vorherige Absprache oder Information gewesen. Die Klingelzeiten seien ganz an die neuen Unterrichtszeiten des Gymnasiums angepasst.

Elternvertreterin lobt den Schulleiter

Zu den Differenzen mit Stöber will sich die Gemeindeverwaltung nicht äußern. „Wir wollen nicht die alten Kamellen aufwärmen“, sagt Gemeindesprecher Andreas Fitz. Er hofft, dass Stöber „sein berufliches Glück im Kultusministerium findet“ und am Schulzentrum künftig Schulfrieden herrscht. Fitz betont aber auch, dass die Querelen am Schulzentrum nicht allein an Stöber gelegen hätten. Ein dickes Lob für den scheidenden Schulleiter kommt aus dem Mund der AWG-Schulelternratsvorsitzenden Iris Kissmann: „Er war ein guter Schulleiter. Er hat sich für die Schule und die Schüler immer wieder eingesetzt.“

Stöber ist derzeit noch Vorsitzender des Schulleitungsverbands Niedersachsen. Wegen seiner neuen Aufgaben im Kultusministerium gibt er den Posten aber ab.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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