Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Uetze Neubaugebiet am Schapers Kamp: Ortsrat fordert vergeblich eine Spielstraße
Umland Uetze

Uetze: Neubaugebiet am Schapers Kamp: Ortsrat fordert vergeblich eine Spielstraße

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:03 18.01.2020
Beim Bau der Straße Imkernhof ist eine Zufahrt zum künftigen Baugebiet angelegt worden. Diese Zufahrt endet derzeit vor einem Graben, über den eine Brücke geschlagen werden soll. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Der Uetzer Ortsrat wünscht sich eine verkehrsberuhigte Zone im geplanten Neubaugebiet zwischen den Straßen Schapers Kamp und Imkernhof. Doch der Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung des Gemeinderats wies den Vorschlag zurück. Er empfahl am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme, die Straße, die vom Imkernhof durch das künftige Wohngebiet zur Hünenburgstraße führen wird, nach dem Entwurf des Ingenieurbüros König zu bauen.

Das Büro hat eine 5,50 Meter breite Fahrbahn geplant sowie auf einer Straßenseite einen zwei Meter breiten Mehrzweckstreifen, auf dem Fahrzeuge parken können, und einen ebenso breiten Gehweg. Fahrbahn, Mehrzweckstreifen und Gehweg sollen mit Verbundsteinen unterschiedlicher Farbe gepflastert werden. Um der Straße den Charakter einer verkehrsberuhigten Zone zu verleihen, hatte der Ortsrat am Abend zuvor empfohlen, auf ein Hochbord zwischen Mehrzweckstreifen und Bürgersteig zu verzichten und den Mehrzweckstreifen mit Bäumen zu unterbrechen.

Beu unterstützt Vorschlag des Ortsrats

„Ich kann nur für eine Verkehrsberuhigung plädieren“, stellte sich Georg Beu (Grüne) hinter die Ortsratsforderung. Die neue Straße müsse so wie der benachbarte Imkernhof ausgebaut werden. Auf dem Mehrzweckstreifen müsse man Grünflächen anlegen, sagte er.

Das beratende Ausschussmitglied Wolfgang Tannenberg (Bürgerinitiative Umwelt Uetze) erinnerte daran, dass sich die Gemeinde Uetze den Klimaschutz und die Biodiversität auf die Fahnen geschrieben hat. „Ich vermisse beides in der Ausbauplanung“, sagte Tannenberg. Er regte an, großkronige Bäume entlang der Straße zu pflanzen. Die würden Kohlendioxid binden. Deren Schatten verhindere, dass sich das Straßenpflaster im Sommer aufheize.

Grundstückseigentümer sollen Bäume pflanzen

Großbäume seien ein Thema beim Aufstellen des Bebauungsplans (B-Plan) gewesen, erwiderte die für Planung zuständige Teamleiterin Karin Windhausen. Im B-Plan sei festgeschrieben, dass die Grundstückseigentümer je 400 Quadratmeter Fläche einen Baum pflanzen müssen. „Das Pflanzen der Bäume wird kaum kontrolliert“, gab Tannenberg zu bedenken.

Windhausen erteilte auch der Forderung nach einem verkehrsberuhigten Ausbau eine Absage. Den hätte man im B-Plan berücksichtigen müssen. „Wir wollen einen Tempo-30-Bereich“, sagte die Teamleiterin. In einer Spielstraße dürfe es keine getrennten Gehwege geben. Autos dürften nur auf den dafür markierten Plätzen abgestellt werden. Hingegen könne man in einer Tempo-30-Zone außer vor Grundstückseinfahrten überall parken.

Verwaltung will Bauarbeiten schnell ausschreiben

„Wir haben großen Zeitdruck“, warnte Windhausen davor, den Entwurf zu ändern. Die Gemeinde müsse die Bauarbeiten früh im Jahr ausschreiben, um günstige Preise zu erzielen. „Wir können es uns als Kommune nicht leisten, immer wieder unsere Planungen über den Haufen zu werfen“, pflichtete ihr Thordies Hanisch (SPD) bei.

Lesen Sie auch

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Genau ein halbes Jahr nach Frank Stöbers Wechsel ins Kultusministerium will die Landesschulbehörde die Direktorenstelle an der Uetzer Aurelia-Wald-Gesamtschule wieder besetzen. Es gibt mehrere Bewerber.

17.01.2020

Die Ausbildungsoffensive des Musikvereins Dollbergen zeigt Wirkung. Im Blasorchester des Uetzer Ortsteils spielen vor allem jugendliche Musiker moderne Stücke von Pop bis Musical.

17.01.2020

Unfallflucht unter umgekehrten Vorzeichen: Die Polizei sucht nicht den Verursacher eines Rangierunfalls auf dem Parkplatz des Uetzer Friedhofs, sondern den Halter des beschädigten Audi A 3.

17.01.2020