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Uetze Schüler basteln kleine Ökosysteme
Umland Uetze Schüler basteln kleine Ökosysteme
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00:21 01.02.2019
Nele Mazurek (von links) setzt Garnelen in das Wasser der Ökosäule, die sie mit ihren Mitschülerinnen Janie Kissmann, Mona Kohnert und Gina Kodoll gebastelt hat. So sehen die Ökosäulen aus, die die Schüler gebastelt haben. Unten ist ein aquaristischer, darüber ein terraristischer Bereich Quelle: Fotos:
Uetze

Wie wirken sich Dünger, Salz und saurer Regen auf Ökosysteme aus? Die Neuntklässler der Aurelia-Wald-Gesamtschule (AWG) sind dieser Frage an den vergangenen drei Schultagen intensiv nachgegangen und werden sich auch noch im nächsten halben Jahr mit dem Thema auseinandersetzen. Sie haben in Vierer- und Fünfergruppen aus jeweils zwei Drei-Liter-PET-Flaschen sogenannte Ökosäulen gebastelt. Dabei handelt es sich um kleine Ökosysteme, die modellhaft den Wasserkreislauf darstellen.

So sehen die Ökosäulen aus, die die Schüler gebastelt haben. Unten ist ein aquaristischer, darüber ein terraristischer Bereich. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Schüler schnitten von einer Flasche den Hals ab und füllten Kies und Wasser hinein. Anschließend pflanzten sie Wasserpest ins Kiesbett und setzten Wasserlinsen, Garnelen und Wasserschnecken ins Wasser. Von der zweiten Flasche trennten die Neuntklässler den Boden ab und steckten sie mit den Hals nach unten in die erste Flasche. Vor den Flaschenhals hatten sie Fliegengaze gesetzt. In diese Flasche füllten sie Kies und Blumenerde. Einige Schüler mischten unter die Erde auch Totholz. Alle Neuntklässler säten im terraristischen Bereich der Ökosäule Gras-, Luzerne- und Senfsamen aus. Einige pflanzten auch Gräser.

Schließlich setzten sie in der oberen Flasche noch Grillen, Heimchen und Asseln aus. „Die Grillen ernähren sich von Pflanzen. Wenn sie sterben, fressen die Asseln die Überreste und verwerten sie“, erläuterte die Biologielehrerin Isabel Barthold.

Die Schüler mussten nicht nur basteln. Sie bekamen von den Lehrern Aufgaben gestellt. So galt es zu untersuchen, ob es sich bei den Garnelen um Männchen, Weibchen oder Jungtiere handelte. Die Jugendlichen mussten auch eine Wasserpest durch ein Mikroskop betrachten und die Pflanze anschließend zeichnen.

Außerdem verglichen sie ihre Ökosysteme mit solchen Ökosäulen, die Umwelteinflüssen ausgesetzt waren, und zwar saurem Regen, Dünger und Salz. Die Pflanzen, die unter Salz gelitten hätten, seien viel trockener gewesen, berichtete die Schülerin Nele Mazurek. „Die Tiere sterben auch“, hat ihre Mitschülerin Mona Kohnert festgestellt. Außerdem registrierten die Neuntklässler fest, dass gedüngte Pflanzen sehr viel schneller wachsen als andere.

„Das Projekt wird ein halbes Jahr lang dauern und immer wieder in den Unterricht eingebaut“, kündigte Barthold an. Die Schüler sollen beobachten, wie sich ihre Ökosäulen verändern. Sie sollen zum Beispiel erfahren, dass die Samen keimen und die Pflanzen wachsen. Sie sollen obendrein erkennen, dass sie die Pflanzen begießen müssen, wenn diese welken. Barthold: „Wichtig ist, dass die Schüler einen besseren Blick für ihre Umwelt bekommen und die Auswirkungen ihres Handelns erkennen.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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