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Uetze Obershagener Postbotin appelliert an Kunden: Bitte Abstand halten
Umland Uetze

Uetze: Oberhagener Postbotin appelliert an Kunden: Bitte Abstand halten

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10:59 25.03.2020
Postzusteller haben derzeit einen harten Job. Doch die Postbotin verspricht: „Wir wollen euch weiterhin Pakete bringen. Quelle: Holger Hollemann/dpa (Symbolbild)
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Uetze/Obershagen

Die Zustellung von Briefen und von Paketen ist ein wichtiger Pfeiler unserer Infrastruktur – in der jetzigen Corona-Pandemie mehr denn je. Doch offenbar suchen auch viele Kunden nach wie vor den direkten Kontakt mit den Postzustellern. Das erlebt Sandra Grobe, die in Obershagen Postsendungen und Pakete verteilt, täglich. Sie appelliert deshalb an die Kunden: „Haltet Abstand zu uns, kommt nicht zu uns, um die Post entgegenzunehmen.“

„Das heißt nicht, dass wir euch nicht mögen“, erklärt sie auf Facebook. „Im Gegenteil: Wir wollen, dass ihr gesund bleibt.“ Denn wenn sich ein Zusteller mit dem Coronavirus infiziert, gefährde er nicht nur seine eigenen Familienmitgliedern, sondern würde zu einem gefährlichen Verteiler des Erregers in den Ortschaften.

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„Wir wollen euch weiterhin Pakete bringen“

Grobe versichert, dass sie und ihre Kollegen und Kolleginnen hoch motiviert seien: „Wir wollen euch weiterhin Eure Pakete und Post bringen trotz aller Widrigkeiten.“ Deshalb bittet sie die Kunden, den Zustellern die Arbeit zu erleichtern.

Wie das geht, erklärt die Hänigserin ebenfalls: Für Paketzustellungen können die Kunden einen Abstellplatz auf ihrem Grundstück benennen. Das kann online auf der Homepage der Post geschehen. Solch ein Vertrag sei sehr einfach auszufüllen, versichert sie. Eine weitere Bitte Grobes: „Sorgt für ausreichend große Briefkästen, damit wir nicht klingeln müssen, weil die Post nicht reinpasst.“

Wasser und Seife vor die Haustür stellen

Wer den Zustellern darüber hinaus die Arbeit, die ein hohes Ansteckungspotenzial birgt, erleichtert will, der kann laut Grobe einen Eimer mit frischem Wasser und Seife vor seine Haustür stellen. „Damit wir uns unterwegs auch mal die Hände waschen können.“ Auch über ein Lächeln und ein Dankeschön aus der Ferne würden ihre Kollegen und sie sich nach wie vor freuen.

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Von Anette Wulf-Dettmer

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