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Uetze Ortsrat Dollbergen gibt 500 Euro für Generationenhilfe
Umland Uetze Ortsrat Dollbergen gibt 500 Euro für Generationenhilfe
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06:29 26.04.2019
Die Generationenhilfe will Dollberger auch bei der Gartenarbeit, beispielsweise beim Rasenmähen, unterstützen. Quelle: Symbolbild
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Dollbergen

Der Ortsrat unterstützt die Zukunftswerkstatt bei der Aufgabe, einen Verein für die von ihr geplante Generationenhilfe zu gründen. Er bewilligte einstimmig die beantragte Anschubfinanzierung von 500 Euro. Der Verein soll sozial engagierte Einwohner an Rat- und Hilfesuchende vermitteln, die zum Beispiel vorübergehend Hilfe im Haushalte, beim Einkaufen und im Garten benötigen oder auf Fahrdienste angewiesen sind.

Für die bevorstehende Vereinsgründung gab es Lob von allen Seiten. „Ich finde es super, dass die Generationen miteinander ins Gespräch kommen“, sagte Till Schumann (SPD). Von einer „ganz tollen Idee“ sprach auch Dirk Rentz (CDU). Gleichwohl hatten Ortsratsmitglieder Fragen. So wollte zum Beispiel Rentz wissen, wer Mitglied des Vereins werden könne und wie hoch der Mitgliedsbeitrag sein soll. Rainer Richter fragte, ob der Verein gemeinnützig werde.

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„Mitglied kann jeder werden“, antwortete Heinz Jürgen Weidtmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Zukunftswerkstatt. „Wer hilft, muss sogar Mitglied werden“, fügte er hinzu. Das habe versicherungsrechtliche Gründe. Hilfesuchende müssten dem Verein hingegen nicht beitreten. Der Verein werde Mitgliedsbeiträge erheben. Im Gespräch seien 18 Euro im Jahr. Wer Hilfe in Anspruch nehme, müsse wohl sieben bis acht Euro pro Stunde bezahlen. Davon bekämen die Helfer sechs Euro als Aufwandsentschädigung. Den Rest erhalte der Verein für die Verwaltungsaufgaben. Zudem sei Kilometergeld für die Helfer denkbar, im Gespräch seien 30 Cent pro Kilometer. Die genauen Beträge müsse die Mitgliederversammlung festlegen.

Um Spendenbescheinigungen ausstellen zu können, werde der künftige Vorstand die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragen, kündigte Weidtmann an. Die Anschubfinanzierung benötige der Verein unter anderem für die Rechtsanwalts- und Notargebühren. Der zweite große Posten seien die Ausgaben für die Versicherung. Sprechstunden für Hilfesuchende sollen im Dollberger Treff oder im Blauen Haus stattfinden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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