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Uetze Raiffeisen investiert Millionen für Hallen und Büros
Umland Uetze Raiffeisen investiert Millionen für Hallen und Büros
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12:15 09.04.2019
Für die Futtermittelfirma Olewo, die derzeit in Arpke ansässig ist, baut die Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover eine Produktionsstätte auf ihrem Betriebsgelände in Uetze. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Uetze/Dollbergen/Arpke

 Mehr als 4,5 Millionen Euro will die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover in diesem Jahr in den Bau von neuen Lager- und Produktionshallen sowie eines Bürotraktes investieren. Gebaut wird sowohl in Uetze als auch in Dollbergen.

Auf dem Betriebsgelände von Groka und Uetzer Zwiebel in Dollbergen, beides Töchter der RWG, wird im Süden der Kommissionierhalle, in der Kartoffeln und Zwiebeln für den Verkauf verpackt und verladen werden, ein moderner Bürotrakt mit Sozialräumen für die Mitarbeiter sowie zusätzliche Lagerfläche für Fertigware angebaut. Die RWG rechnet mit Baukosten von 2,2 Millionen Euro. Das Bürogebäude mitten auf dem Hof – es stammt noch aus der Anfangszeit der Groka in den Siebziger Jahren – soll abgerissen werden. Ziel dieser Bauarbeiten ist es laut Geschäftsführung unter anderem das Erscheinungsbild der Groka zu verbessern.

Der Flachbau (rechts), in dem sich seit mehr als 40 Jahren die Büros der Groka befinden, wird abgerissen. Der neue Bürotrakt wird gegenüber, auf der rechten Seite der Kommissionierhalle (links), angebaut. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Groka will plastikfreies Verpackungsmaterial einsetzen

Doch die RWG will in Dollbergen nicht nur in die Gebäudekosmetik investieren, sondern auch in den Umweltschutz. Künftig sollen die Verpackungen für Speisekartoffeln und -zwiebeln kunststofffrei sein. Das fordern laut Geschäftsführer Wolfgang Wrede die Abnehmer der Ware, allen voran der Lebensmittelkonzern Aldi. Doch noch seien die plastikfreien Verpackungen nicht praxisreif, sagt Wrede. Sobald das der Fall sei, „werden wir in neue Verpackungstechniken investieren“, kündigt er an.

Der Bauantrag für den Anbau an die Kommissionierhalle ist gestellt. Wenn die Baugenehmigung vorliege, werde man mit den Ausschreibungen beginnen. Die Bauarbeiten soll laut Geschäftsführer etwa Mitte Oktober, nach der Kartoffelernte, beginnen. Darüber hinaus plant die Geschäftsführung, auf dem Dollberger Betriebsgelände eine weitere ULO-Zwiebellagerhalle mit einer Kapazität von 2700 Tonnen zu bauen. Läuft alles – von der Genehmigung durch Vorstand und Aufsichtsrat der RWG bis zur Baugenehmigung durch die Behörde – glatt, soll die Halle 2020 entstehen. So sieht die aktuelle Planung aus.

Das zweite Bauprojekt der RWG ist eine neue Produktionshalle für die RWG-Tochter Olewo, die Futtermittel für Pferde und Hunde in Pellet- und Chipform aus Karotten und Roter Bete herstellt und vertreibt. Grund für die Expansionspläne ist die große Nachfrage. Der Umsatz im Futtergeschäft stieg laut Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2018 um fünf Prozent, nach einem Plus von fast 26 Prozent im Geschäftsjahr 2017.

Futtermittelfirma Olewo zieht von Arpke nach Uetze

Mittlerweile sind auf der Fläche im Süden der RWG-Betriebsgeländes in Uetze die Bauarbeiten für die Olewo-Halle weit fortgeschritten. „Das Dach ist drauf. Derzeit wird das Büro angebaut“, berichtet Wrede. Dann wird die Betonplatte für den Hallenboden gegossen. Die Halle wird zweigeteilt sein. Eine Seite für die Chip-Herstellung, die andere für die Lagerung, Sortierung und die Verpackung der Futtermittel. Auf Wunsch der Ingenieure werden laut Wrede zunächst die Silos für die Lagerung in einer Reihe aufgestellt und danach die Zwischenwand eingebaut. Die Planung sieht vor, dass die Bauarbeiten Mitte des Jahres abgeschlossen sind. Rund zwei Millionen Euro wird die neue Halle kosten.

Die Futtermittelfirma Olewo wird nach der Fertigstellung der neuen Produktionsstätte in Uetze ihren Standort am Bahnhof in Arpke verlassen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Derzeit produziert Olewo am Bahnhof in Arpke auf dem Gelände der früheren landwirtschaftlichen Genossenschaft. Dieser Standort wird geschlossen. „Wir verlegen alles nach Uetze“, erklärt Wrede. Was mit den Gebäudekomplex passiere, darüber wolle die RWG sich nach dem Umzug Gedanken machen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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