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Uetze Richtiges Bremsen schützt Pedelec-Fahrer vor Unfällen
Umland Uetze

Uetze: Richtiges Bremsen schützt Pedelec-Fahrer vor Unfällen

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13:34 04.09.2019
Stefanie Eckler (rechts) gibt der Pedelec-Fahrerin Veronika Wilde den Tipp, beim Aufsteigen auf das Pedelec die Bremsen zu ziehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Immer mehr Pedelec-Fahrer sind auf den Straßen unterwegs. Damit steigt auch die Zahl der Unfälle, an denen sie beteiligt sind. Daher haben die Polizei und der Uetzer Seniorenbeirat einen Pedelec-Kurs in den Uetzer DRK-Räumen und auf dem Parkplatz des ehemaligen Prakla-Geländes ausgerichtet. Ziel des Lehrgangs war nach den Worten der Beiratsvorsitzenden Christa Guderian, die Sicherheit der Lehrgangsteilnehmer im Straßenverkehr zu erhöhen. Enttäuscht war sie, dass nur fünf Frauen und ein Mann mitgemacht haben.

Nach den Worten des Uetzer Kontaktbeamten Carsten Görtzen-Griesbach denken viele, dass sie sicher auf dem motorisierten Drahtesel sitzen, weil sie schon viele Jahre Fahrrad fahren. „Aber die Pedelecs haben beim Anfahren und beim Bremsen eine ganz andere Dynamik“, sagte Görtzen-Griesbach. Anfahren und Bremsen hat Stefanie Eckler, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Burgdorf, mit den Teilnehmern geübt.

Stefanie Eckler (Mitte) erläutert, dass es wegen der Gewichtsverteilung von Vorteil ist, wenn Motor und Akku in der Mitte des Pedelecs sitzen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Sie empfahl, beim Aufsteigen die Bremsen zu ziehen, damit das Elektrorad nicht gleich losfährt, wenn man an ein Pedal kommt. Sie riet davon ab, beim Aufsteigen zu rollern. Viele führen beim Rollern Schlangenlinie und könnten daher von einem vorbeifahrenden Auto erfasst werden. „Die meisten steigen nach links ab – zur gefährlichen Seite“, sagte Eckler. Auch wenn es ungewohnt sei, sollten die Teilnehmer das Absteigen nach rechts üben.

Viele nutzen nur die Rücktrittbremse

Laut Eckler ist eine häufige Unfallursache, dass viele Pedelec-Fahrer nur die Rücktrittbremse nutzen. Die effektivste Bremse sei die Vorderbremse, betonte sie. Sie trainierte mit den Teilnehmern, sanft beide Handbremsen zu ziehen.

Vor den praktischen Übungen hatte Theorie auf dem Plan gestanden. So erläuterte Eckler, dass rechtlich gesehen ein Unterschied zwischen einem Pedelec und einem E-Bike besteht, obwohl beide Begriffe im Alltag synonym verwendet werden. Beim Pedelec unterstütze ein Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde den Fahrer beim Treten, sagte die Polizeibeamtin. Weil E-Bikes einen Handgasgriff hätten, müsse der Fahrer nicht in die Pedale treten.

Tipp: Im Geschäft mehrere Helme ausprobieren

„Was muss ich beim Kauf eines Fahrradhelms beachten?“, wollte Seniorenbeiratsmitglied Brigitte Reddersen wissen. „Der Helm muss Ihnen gefallen“, antwortete Eckler. Sie riet dazu, im Fahrradgeschäft mehrere Helme auszuprobieren und den zu nehmen, mit dem man sich am wohlsten fühle. Görtzen-Griesbach stellte fest, dass bei den meisten Teilnehmern die Sattelhöhe falsch eingestellt war. Richtig eingestellt sei sie, wenn man beim Treten die Beine nicht ganz durchstrecken müsse.

„Man lernt immer dazu“, stellte Teilnehmerin Veronika Wilde aus Dedenhausen fest. Deshalb habe sie sich und ihren Mann angemeldet, obwohl sie schon seit eineinhalb Jahren Pedelecs hätten. Interessant fand sie den Hinweis, dass Autofahrer nach der Rechtsprechung beim Vorbeifahren einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Rad- und Pedelecfahrern einhalten müssen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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