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Uetze Könnte die ehemalige Stötzner-Schule ein Treffpunkt für Jung und Alt werden?
Umland Uetze

Uetze: Schule soll Gemeinde- und Kulturhaus werden

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07:28 22.11.2019
In der ehemaligen Stötzner-Schule ist vorübergehend eine Außenstelle der Burgdorfer Schule am Wasserwerk. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

An Ideen für die Entwicklung der Gemeinde Uetze bis zum Jahr 2030 mangelt es nicht. Ein Vorschlag sieht vor, die frühere Stötzner-Schule in ein Gemeinde- und Kulturhaus umzuwandeln. Darüber und über andere mögliche Projekte haben rund 40 Verwaltungsmitarbeiter, Ratsmitglieder und Einwohner am Mittwochabend bei der Konzeptwerkstatt für das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) diskutiert.

Karolin Thielekind (stehend) vom Planungsbüro Koris stellt Besuchern der Konzeptwerkstatt Zwischenergebnisse der bisherigen IKEK-Veranstaltungen vor. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Bei den vorherigen fünf öffentlichen IKEK-Veranstaltungen und zwei Online-Umfragen hatte sich der Wunsch nach einem zentralen Treffpunkt und einem Kulturhaus für die gesamte Gemeinde in der Ortschaft Uetze herauskristallisiert. Nach Ansicht einer der Arbeitsgruppen der Konzeptwerkstatt bietet sich dafür die frühere Stötzner-Schule an. In dem historischen Schulgebäude könne man auch ein Jugendcafé und eine Seniorenbegegnungsstätte unterbringen.

Mittelfristiges Projekt

„Es ist ein Projekt, das man mittelfristig angehen kann“, sagte Bürgermeister Werner Backeberg bei der Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse. Derzeit nutzt die Burgdorfer Schule am Wasserwerk vorübergehend das Gebäude als Außenstelle. Ein solches Projekt bedürfe ohnehin viel Vorlauf. In die Planung müsse man die künftigen Nutzer einbeziehen. „Man muss eine Projektgruppe bilden“, sagte Backeberg.

Eine andere Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz in den Ortschaften. Nach den Worten der Teamleiterin für Planung im Uetzer Rathaus, Karin Windhausen, muss der erste Schritt eine Bürgerinformation sein. Anschließend müsse der Rat eine Erhaltungssatzung für ein abgegrenztes Gebiet beschließen, damit die Gemeinde die Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm beantragen könne.

Passivhausstandard für Neubaugebiete

Nach Ansicht des SPD-Ratsherrn Jürgen Buchholz sollte der Rat den Passivhausstandard für einzelne Neubaugebiete vorschreiben. Er empfahl, in solchen Baugebieten Blockheizkraftwerke zu errichten. Um die Sonnenenergie nutzen zu können, solle man dort eine Verschattung vermeiden. „Das Projekt könnte mit dem Aufstellen des nächsten Bebauungsplans beginnen“, sagte Buchholz.

Der Uetzer Sven Kanngießer empfahl, bei der Ansiedlung neuer Betriebe auch an Flächen und Räume zu denken, die zum Beispiel Start-up-Unternehmen mieten könnten. „Das setzt ein Leerstandsmanagement voraus“, betonte Kanngießer. Die Gemeinde könne auch Gebäude erwerben, um die Räume zu günstigen Preisen zu vermieten.

Ladesäulen vor dem Rathaus

Um die Elektromobilität zu fördern, sollte die Gemeinde auf eigenen Grundstücken Ladesäulen aufstellen, forderte CDU-Ratsherr Peter Pawlitza. „Wir sollten damit vor dem Rathaus anfangen“, fügte er hinzu. Außerdem machten sich die Arbeitsgruppen noch Gedanken über Themen wie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, die Renaturierung von Fließgewässern, alternative Wohnformen und die Weiterentwicklung des Schulzentrums.

„Wir nehmen viele Anregungen mit“, sagte Karolin Thieleking vom Planungsbüro Koris. Koris und das Büro Regecon wollen die Vorschläge in den IKEK-Entwurf einarbeiten, der im Februar oder März 2020 vorliegen soll. Dem Entwurf muss der Uetzer Rat zustimmen, damit die Vorschläge umgesetzt werden können.

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Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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