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Uetze So feiert die Zukunftswerkstatt Dedenhausen ihr erstes Mitmachfest
Umland Uetze

Uetze: So feiert die Zukunftswerkstatt Dedenhausen ihr erstes Mitmachfest

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17:17 23.09.2019
Maxi (7) und seine Klassenkameradin Greta (7) versuchen sich am Dedenhausener Memory. Quelle: Michael Schütz
Dedenhausen

Es mag zunächst etwas altmodisch klingen. Sackhüpfen und Dreibeinlauf – ist Dedenhausen etwa noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen? Doch die Zukunftswerkstatt hat am Sonntagnachmittag auf dem Festplatz Unter den Eichen in Dedenhausen ganz absichtlich die Spieleklassiker aus längst vergangenen Jahrzehnten wieder rausgeholt. Die Spiele gehören zum ersten Mitmachfest der Zukunftswerkstatt.

Gruppe möchte die Nachhaltigkeit im Ort stärken

Ein Grund für die altmodischen Spiele, die einige ältere Besucher nostalgisch werden lassen: Die Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeit in Dedenhausen zu stärken. „Wir verbrauchen mit diesem Fest und den Spielen kaum Ressourcen“, erklärt Yvonne Sommer, die das Fest mit der Gruppe Kids Dedenhausen innerhalb der Zukunftswerkstatt organisiert hat.

Ortsbezogen soll es am Sonntag ebenfalls zugehen, und so ist eines der Spiele ein Memory, das Dedenhausener Motive abbildet. Auf den Ort bezogen deshalb, weil nach der Erfahrung der Organisatoren in Dedenhausen ein ganz besonderes Miteinander herrscht. „Wir haben hier eine Mischung aus Alteingesessenen und Zugezogenen, die es in anderen Dörfern oft nicht gibt“, sagt Sommer. Sie habe das am eigenen Leib erfahren, als sie mit ihrer Familie vor sechs Jahren aus Bayern in den Uetzer Ortsteil zog. „Die Alteingesessenen waren uns gegenüber sehr offen und haben uns geholfen, uns einzuleben.“ Auf der anderen Seite würden sich dadurch auch die Neubürger stärker einbringen. „Wir machen das jetzt auch für unsere neuen Nachbarn“, sagt Sommer. „Das ist hier ein tolles Netzwerk.“

Am Sonntag drehte sich in Dedenhausen alles um den Ort – schließlich hatte die Zukunftswerkstatt zum ersten Mitmachfest eingeladen. Überraschungen inklusive.

Dorfführungen mit Überraschungen

Für beide Gruppen sind auch die Führungen gedacht, die Hans-Heinrich Bolten beim Fest für historisch Interessierte angeboten hat. Mit verschiedenen Gruppen zieht er durchs Dorf und zeigt ihnen Dinge, die selbst waschechte Dedenhäuser vielleicht noch nicht kannten – etwa die Metalltür am Eingang zum Kirchhof. Sie hatte einst der Dedenhäuser Adolf Wiese auf eigene Kosten gefertigt und der Kirche gestiftet.

In die Kategorie „Ortsbezogen“ fiel auch eines von zwei Vorhaben, für die die Zukunftswerkstatt bei ihrem Fest Werbung macht: „Daheim in Dedenhausen“ heißt ein Kreativwettbewerb, bei dem die Dörfler ihren Lieblingsort in Dedenhausen künstlerisch würdigen sollen – sei es mit einem Foto, einem Film, einem Gemälde oder einer Collage.

Wo ist der Geburtsort?

Das Thema Vielfalt ist die Triebfeder des zweiten Projekts, das am Sonntag gestartet ist. An einer Stellwand haben die Besucher ihren Geburtsort markiert, um aufzuzeigen, welche Vielfalt an Lebensgeschichten in dem Ort herrscht. Hannes Bolten hat seine Nadel in Dedenhausen platziert. Für seine Kinder war das schon anders. „Wir wohnen jetzt in Arpke und meine Kinder sind dort und in Hannover geboren.“

Ortsbürgermeister Joachim Hutschenreuter beobachtet das Fest meist vom Rand und führt dabei viele Gespräche. Er hat auch einen Grund ausgemacht für das gute Miteinander im Dorf: „Das liegt an der Volksfestgemeinschaft“, sagt der Sozialdemokrat. Jedes Jahr müsse ein anderer Verein im Dorf das Volksfest organisieren. „Da lässt man keinen hängen.“ Schließlich möchte man sich als Verein auch auf die anderen verlassen können, wenn man an der Reihe ist.

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Von Michael Schütz

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