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Uetze Lehrer und Firmen halten an Ausbildungsmesse fest
Umland Uetze

Uetze: TLehrer und Firmen halten an Ausbildungsmesse fest

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00:17 19.05.2019
Pro-regio-Geschäftsführerin Yvonne Salewski (stehend) moderiert das Ausbilderfrühstück im Uetzer Rathaus. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Mit der Resonanz auf die Ausbildungsmesse Ende Februar im Schulzentrum Uetze ist der Verein pro regio unzufrieden. „Wir hatten einen Einbruch bei den Besucherzahlen“, berichtete pro-regio-Geschäftsführerin Yvonne Salewski während des Ausbilderfrühstücks am Donnerstagmorgen im Uetzer Rathaus. Trotz des Publikumschwunds war allgemeiner Tenor der rund 30 Frühstücksgäste, an der Veranstaltung festzuhalten. Weil es während des Frühstücks um die Berufsorientierung an den Schulen ging, hatte pro regio diesmal auch Lehrer eingeladen.

Bei der jüngsten Ausbildungsmesse hätten sich nach anderthalb Stunden kaum noch Schüler an den Ständen nach den Ausbildungsmöglichkeiten bei den Unternehmen erkundigt, sagte Salewski. Im Vergleich zu anderen Ausbildungsmessen sei sie schlecht besucht gewesen. Das habe daran gelegen, dass der Besuch für die Zehntklässler der Haupt- und Realschule freiwillig gewesen sei. „Der zehnte Jahrgang hat einfach gefehlt“, stellte Salewski fest. Nur die Schüler des achten und neunten Jahrgangs der Aurelia-Wald-Gesamtschule (AWG) und die Elftklässler des Gymnasiums wären zur Messe gekommen.

Veranstaltung darf nicht an Reiz verlieren

Andreas Fitz, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Uetze, und Stefan Even, der am Gymnasium Unter den Eichen für die Berufsorientierung zuständig ist, sprachen sich für die Beibehaltung der Schau aus. „Wir haben in Uetze ein Schulzentrum. Dann sollten wir da auch eine Ausbildungsmesse machen“, sagte Fitz. „Man muss gucken, dass die Veranstaltung nicht an Reiz verliert“, forderte Even. Er regte an, die Messe nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Er höre von Schülern, dass sie schon alles gesehen hätten, weil fast immer dieselben Firmen mitmachten. „Ein Abstand von zwei Jahren ist zu lang“, erwiderte die pro-regio-Ausbildungsberaterin Cornelia Manfraß.

Zum Sprache kam auch das Thema Betriebspraktika. Die Schüler der AWG absolvieren zwei vierzehntägige Praktika in den Klassen acht und neun. Die Gymnasiasten schnuppern in der elften Klasse in die Arbeitswelt hinein. Sophie Hormann, Fachbereichsleiterin für Arbeit/Wirtschaft/Technik an der AWG, berichtete, dass die Schüler an ihrer Schule ab dem siebten Jahrgang darauf vorbereitet würden. Vor den Praktika fänden Projekttage statt. Schwerpunkt sei das Anlegen einer Praktikumsmappe.

Nachbereitung der Praktika ist wichtig

„Die Nachbereitung ist sehr wichtig“, sagte Even. Am Gymnasium gehe dieses deutlich über einen Praktikumsbericht hinaus und ersetze eine Klausur. Die Schüler müssten sich zum Beispiel Gedanken über das wirtschaftliche Umfeld des Betriebs und die Arbeitsmarktchancen des Berufs machen, den sie kennengelernt haben.

Hormann und Even betonten, dass die Schüler in den Firmen Arbeiten übernehmen müssten. Dann mache den Jungen und Mädchen das Praktikum auch Spaß. Um das zu überprüfen, besucht Hormann nach eigenem Bekunden ihre Schützlinge gern unangemeldet in den Firmen – möglichst zweimal während der beiden Wochen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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