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Uetze Verwaltung plant nicht mehr mit Kita im Uetzer Küsterhaus
Umland Uetze

Uetze: Verwaltung plant nicht mehr mit Kita im Uetzer Küsterhaus

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17:00 23.11.2019
Die Kindertagesstätte im Familienhaus ist eine von derzeit drei Kitas in der Ortschaft Uetze. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Archiv)
Uetze

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) soll im Neubaugebiet auf der Ostseite der Straße Schapers Kamp in Uetze nicht mehr eine Vier-, sondern eine Sechs-Gruppen-Kindertagesstätte errichten. Der Grund: Die Pläne für die Eröffnung einer Kita mit einer Krippen- und einer Kindergartengruppe im Uetzer Küsterhaus haben sich zerschlagen. Das geht aus der Tagespflege- und Kindertagesstättenbedarfsplanung 2020/2021 hervor, die der Ratsausschuss für Jugend, Familie und Soziales in seiner jüngsten Sitzung gebilligt hat.

Der SPD-Fraktionschef Ernstfried Langer warf der Ratsmehrheit aus CDU, Grünen, Freien und Balu vor, dass diese das Scheitern des Projekts Kita im Küsterhaus zu verantworten habe: „Ihr habt den großen Fehler gemacht, die Forderung der Kirche abzulehnen.“ Wenn die Ratsmehrheit bereit gewesen wäre, etwas mehr Geld auszugeben, hätte Uetze eine zusätzliche Kita in dem Baudenkmal bekommen. Zudem wäre eine kirchliche Kita ein neues Angebot in der Gemeinde gewesen.

Umbau hat sich verteuert

Zwischen der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde war vereinbart worden, dass die Kirchengemeinde das Küsterhaus zu einer Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte umbaut, die Kommune anschließend das Gebäude mietet, in dem der Kirchenkreis Burgdorf die Kita betreiben sollte. Weil sich wegen des Denkmalschutzes die Planung verzögert hatte, verteuerte sich das Bauvorhaben. Daher verlangte die Kirchengemeinde im vorigen Sommer eine höhere Miete als zunächst abgesprochen. Darauf ging der Verwaltungsausschuss der Kommune nicht ein.

„Man muss sich nicht auf alles einlassen“, rechtfertigte CDU-Ratsherr Reinhard Degotschin die damalige Entscheidung. Im Übrigen hätte man nur eine Zwei-Gruppen-Kita bekommen, die nicht die gesamte Nachfrage nach Betreuungsplätzen abgedeckt hätte, sagte Degotschin. Ihm hielt Diakonin Karin Lawrenz, die als beratendes Mitglied in dem Ausschuss mitarbeitet, entgegen: „Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Gemeinde da kostenfrei herauskommt.“

Kitaplätze fehlen vor allem in Uetze

Nur rein rechnerisch kann nach der vorgelegten Bedarfsplanung die Kommune im Kindertagesstättenjahr 2020/2021 im Gemeindegebiet die Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen abdecken. Derzeit führt die Verwaltung jedoch Wartelisten, weil nicht alle Eltern für ihren Nachwuchs im gewünschten Ort einen Betreuungsplatz bekommen. Es fehlen vor allem in der Ortschaft Uetze Plätze für ein bedarfsgerechtes Angebot.

Tagesmütter sollen Lücke füllen

Weil die neue Kindertagesstätte der AWO frühestens 2021 in Betrieb gehen wird, will die Verwaltung als kurzfristige Lösung Tagesmütter anwerben. Außerdem will sie die Einrichtung einer weiteren privaten Großtagespflegestelle unterstützen.

Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass mit dem Neubaugebiet am Schapers Kamp in der Ortschaft ein zusätzlichen Bedarf an jeweils 20 bis 30 Krippen- und Kindergartenplätzen entstehen wird. Außerdem soll die neue AWO-Einrichtung, die über drei Krippen- und drei Kindergartengruppen verfügen soll, die Nachfrage nach Krippenplätzen aus den Nachbarorten abdecken.

Von fs

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