Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Uetze Waschbär und Marderhund schaden dem Kaninchen
Umland Uetze Waschbär und Marderhund schaden dem Kaninchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 03.05.2019
Eckhard Baars aus Uetze ist Kreisjägermeister. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Große Sorgen um den Bestand der Wildkaninchen macht sich Kreisjägermeister Eckhard Baars aus Uetze. Doch nicht nur die Wildkaninchenpopulation hat sich im Vergleich zur Zeit vor mehr als 40 Jahren verringert. Mit Baars hat HAZ-Mitarbeiter Friedrich-Wilhelm Schiller gesprochen.

Warum befürchten Sie, dass wir irgendwann bei uns keine Wildkaninchen mehr haben werden?

Etliche Beutegreifer wie der Habicht haben das ganze Jahr über Schonzeit. Dann hatten wir den Chinavirus. Wo er hingekommen ist, hat er nahezu den ganzen Bestand ausgerottet. Man hat vergeblich gehofft, dass sich die Kaninchen da wieder vermehren, wo noch kleine Gruppen übrig geblieben sind. Wir haben auch die Neozoen. Der Waschbär geht auch auf Kaninchen. Außerdem nimmt der Marderhund immer mehr zu. Auf dem Raiffeisen-Gelände in Uetze im Rohen kommen noch Kaninchen vor. Hingegen habe ich am Irenensee seit Jahren keine mehr gesehen.

Wie ist es um den Feldhasen bestellt?

Wegen des Klimawandels nimmt der Bestand witterungsbedingt wieder zu. Wir haben nicht mehr die strengen Winter. In der Landwirtschaft bleiben Restprodukte wie Rübenblatt und Rübenköpfe auf den Äckern zurück. Daher haben sie über den Winter ein gutes Nahrungsangebot. Aber die Kolkraben und Rabenkrähen holen sich im März die ersten Junghasen.

In den Sechziger- und Siebzigerjahren war das Rebhuhn das typische Federwild in der hiesigen Region. Wie sieht es heute aus?

Es ist gebietsweise unterschiedlich. Die intensive Landwirtschaft wirkt sich negativ aus, weil die Flächen mit großen Maschinen bewirtschaftet werden. Dadurch werden die Gelege zerstört. Manchmal überfahren die Maschinen auch die brütenden Hennen. Das ist kein Vorwurf gegen die Landwirte. Sie würden sogar mehr Blühstreifen und Stoppelbrache anlegen, wenn dafür mehr Geld zur Verfügung stünde. In Uetze wirkt sich der Gemüse- und Kartoffelanbau positiv aus. Da wird mit vergleichsweise kleinen Maschinen und auch langsam geerntet. 2012 hat die Landesjägerschaft freiwillig auf die Bejagung von Rebhühnern verzichtet.

Ich habe den Eindruck, dass man in den Sechziger- und Siebzigerjahren bei uns auch noch mehr Fasane gesehen hat.

Wir hatten 1978/79 den strengen Winter, der ganz hohe Verluste beim Niederwild verursacht hat. Danach war die Bejagung von Fasanen und Rebhühnern nicht möglich. Fasane haben sich in dem Frühjahr nicht reproduziert. Und einige ein- und zweijährige Fasane sind an den Folgen des strengen Winters bis zum Sommer auch noch verendet. Im Osten des Altkreises Burgdorf hat sich der Bestand inzwischen wieder erholt. Er ist aber bei Weitem noch nicht so hoch, wie er vor dem strengen Winter 1978/79 war. Mit Ausnahme des Rehwilds wird das Niederwild – also auch der Fasan – vorsichtig bejagt, oder es wird auf die Bejagung verzichtet.

Was kann man sonst noch für Kaninchen, Hasen, Rebhühner und Fasane tun?

Intensive Raubwildbejagung und Biotopverbesserung. Zum Beispiel kann man Feldgehölze auf Flächen pflanzen, die sich schlecht bewirtschaften lassen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Regelmäßig besuchen sich Feuerwehrleute aus Dedenhausen und dem ungarischen Balatongyörök. Sie füllen die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Uetze und Balatongyörök mit Leben.

02.05.2019

Die Zusagen für Einlagen in eine Genossenschaft, die das Dorfgemeinschaftshaus für Dedenhausen tragen soll, reichen noch nicht. Die Zukunftswerkstatt plant deshalb weitere Werbeaktionen.

02.05.2019

Der Dollberger Ortsrat lehnt nach kontroverser Debatte den SPD-Antrag ab, den Spielplatz an der Gustav-Hennigs-Straße zusätzlich als Bürgergarten zu nutzen.

02.05.2019