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Uetze „Wir müssen technisch ein Stück nachrüsten“
Umland Uetze

Uetze: „Wir müssen technisch ein Stück nachrüsten“ - Interview mit Gemeindebrandmeister Tobias Jacob

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12:00 11.07.2019
Tobias Jacob ist seit 2013 Gemeindebrandmeister und gerade erst für sechs weitere Jahre gewählt worden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Für weitere sechs Jahre ist der 43-jährige Tobias Jacob aus Hänigsen zum Gemeindebrandmeister gewählt worden. Mit ihm hat sich HAZ-Mitarbeiter Friedrich-Wilhelm Schiller über die personelle und technische Ausstattung der Gemeindefeuerwehr unterhalten.

Wo sehen Sie in den nächsten sechs Jahren Ihre Aufgaben als Gemeindebrandmeister?

Eine permanente Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren zu optimieren, um eine schlagkräftige Gemeindefeuerwehr zu bekommen. Das bezieht sich sowohl auf das Personal als auch auf die Technik.

Wie ist aus Ihrer Sicht die Gemeindefeuerwehr aufgestellt?

Wir sind gut aufgestellt. Wir haben gemeindeweit 460 Kameradinnen und Kameraden. Bisher haben wir aufgrund der dörflichen Strukturen immer genug Nachwuchs. In den Jugendfeuerwehren sind 100 Jungen und Mädchen. Die technische Ausstattung der Gemeindefeuerwehr ist gut. Wir sind dabei, die Technik gemeindeweit zu vereinheitlichen. Zum Beispiel haben wir uns auf einen gemeinsamen Pumpentyp verständigt.

Weil es in der Gemeinde Uetze relativ wenig Arbeitsplätze gibt, stehen tagsüber bei Weitem nicht alle 460 Feuerwehrleute bei Einsätzen zur Verfügung. Wie wollen Sie die Tagesalarmsicherheit, also die Einsatzbereitschaft tagsüber, gewährleisten?

Da hat man nach meiner Meinung sehr viele kleine Stellschrauben zur Verfügung. Zum einen geht es darum, eine einheitliche Technik zu nutzen, damit die Kameraden aller Ortsfeuerwehren mit allen Gerätschaften vertraut sind und sie auch bedienen können. Außerdem geht es um eine geordnete Nachführung von Einsatzkräften, die die Feuerwehrhäuser nach der Alarmierung erst in einer Art zweiten Welle erreichen. Da müssen wir technisch ein Stück aufrüsten. Eine Funkkommunikation von allen Feuerwehrhäusern – auch von den kleinen – zur Einsatzstelle muss sichergestellt sein. Das gilt auch für eine Nachführung mit Feuerwehrfahrzeugen. Daher wird im Feuerwehrbedarfsplan die Anschaffung von Mannschaftstransportwagen vorgeschlagen.

Was muss die Gemeindefeuerwehr unternehmen, um auch in Zukunft über genügend Einsatzkräfte zu verfügen, auch wenn derzeit keine Nachwuchsprobleme bestehen?

Das Erste ist, dass die Jugendarbeit auf dem derzeit hohen Niveau gehalten werden muss. Außerdem sollten die Ortsfeuerwehren in Gesprächen mit Einwohnern deutlich machen, dass der Feuerwehrdienst freiwillig ist und dass Neulinge – auch als Quereinsteiger – jederzeit willkommen sind.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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