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Uetze 100 Kipper mit Schotter donnern zwei Wochen täglich durch Hänigsen
Umland Uetze

Uetze: Zwei Wochen lang fahren täglich 100 Kipper mit Schotter durch Hänigsen zum Kaliberg

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17:32 26.11.2019
Der Wathlinger Kaliberg aus der Luft: Rechts im Vordergrund ist die Baustelle der Recyclinganlage zu sehen. Nur wenige 100 Meter entfernt stehen die ersten Häuser des Wathlinger Ortsteils Kolonie. Am Horizont erstreckt sich die Ortschaft Wathlingen. Quelle: Hiller
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Hänigsen

Seit Montag bringen Lastwagen Schotter zur Baustelle der Recyclinganlage, die der K+S-Konzern im Vorgriff auf die beantragte, aber noch nicht genehmigte Abdeckung der Wathlinger Kalihalde an deren Fuß anlegt. Zwei Wochen lang werden täglich rund 100 Kipper durch Hänigsen in Richtung Halde fahren und die gleiche Anzahl wieder zurück.

Der Schotter kommt aus dem Süden

„Wir versuchen, den Verkehr zu splitten, damit nicht alle Transporter den Weg über Hänigsen nehmen“, sagt K+S-Sprecher Ulrich Göbel auf Anfrage. Aber ob das gelinge, könne er nicht sagen. Denn der Großteil der Lastwagen hole den Schotter aus dem Süden, sodass sie auf dem Weg zum Kaliberg durch Hänigsen fahren.

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Im September und Oktober war Füllmaterial zur Baustelle der Anlage gebracht worden. Zunächst rollten und polterten jeden Tag rund 200 Lastwagen durch Hänigsen. Nach Intervention der betroffenen Kommunen verteilte K+S den Anlieferverkehr dann auf zwei Strecken.

Mit dem Material war der Boden auf dem Areal der Recyclinganlage aufgefüllt worden. Danach, so Göbel, wurde Kalk anliefert. „Das waren aber nur zehn bis 20 Lkw am Tag, das fiel kaum auf.“ Der Kalk wurde in den Boden eingearbeitet, damit dieser tragfähiger wird. „Jetzt wird die Schottertragschicht – das ist der direkte Unterbau für die Asphaltierung des Recyclingsplatzes – aufgetragen.“

Asphalt für Recyclingplatz wird just in time geliefert

Für die Asphaltierung, die laut Bauplanung vor Weihnachten abgeschlossen sein soll, müssen die Hänigser ebenfalls mit einem hohen Lastwagenaufkommen rechnen. Der Asphalt werde im Anschluss an die Schotterlieferung just in time geliefert, kündigt Göbel an. „Er kommt auf dem kürzesten Weg direkt aus den Asphaltwerken und muss sofort an der Baustelle verarbeitet werden“, erläutert der Unternehmenssprecher. „Das wird noch einmal wieder heftig.“ Täglich circa 100 Lastwagen – beladen mit heißem Asphalt – sind dann in Hänigsen unterwegs. Und die Transporter müssten selbstverständlich auch wieder zurückfahren.

Allerdings dauert die Asphaltlieferung – ähnlich wie die Anlieferung des frischen Betons im September – nur wenige Tage. „Wir hoffen, dass unsere Planung auch von der Wetterlage her aufgeht“, sagt Göbel. In der Woche vor Weihnachten sollen demnach die vorbereitenden Arbeiten für die Recyclinganlage abgeschlossen sein.

K+S-Sprecher: Kaum Anlieferverkehr bis zum Frühjahr

Danach kehre eine deutliche Verkehrsberuhigung bis zum Frühjahr 2020 ein, verspricht der K+S-Sprecher. Geliefert werde nur noch Ton. „Den bringen zehn bis 20 Lastwagen pro Tag.“ Gebraucht wird der Ton für die Abdichtschicht direkt an der Halde. Die Tonschicht dient als Schranke für das salzhaltige Sickerwasser der Kalihalde. Auf diese Weise soll weitgehend verhindert werden, dass der Boden unter der Haldenabdeckung kontaminiert wird. Für die geplante Abdeckung muss die Grundfläche des Kalibergs annähernd verdoppelt werden.

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Von Anette Wulf-Dettmer