Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Uetze Warum ist Hänigsen als Wohnort attraktiv?
Umland Uetze

Warum ist Hänigsen als Wohnort attraktiv?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 16.07.2019
Die Geografie-Studentin Valerie Knuth schreibt ihre Bachelorarbeit über Hänigsen und hofft auf die Mithilfe der Einwohner. Quelle: Sandra Köhler
Hänigsen

Das geschieht auch nicht alle Tage: Hänigsen wird zum Thema einer Bachelorarbeit im Fach Geografie. Verfasst wird sie von der 22-jährigen Lehrterin Valerie Knuth. Die hat 2014/2015 ihren Bundesfreiwilligendienst bei der DLRG im Freibad Hänigsen absolviert. Und Hänigsen und seine Einwohner während dieser zwölf Monate kennen- und lieben gelernt. Nun hofft sie auf tatkräftige Hilfe der Bürger des größten Uetzer Ortsteils: Für ihre wissenschaftliche Arbeit hat sie eine Umfrage ausgearbeitet, an der sich möglichst viele volljährige Hänigser beteiligen sollen.

„Aktuelle Suburbanisierungsprozesse in der Region Hannover an dem Beispiel Hänigsen“ ist der Titel der wissenschaftlichen Abhandlung. Und das steckt dahinter: „Schon vor einigen Jahrtzehnten zeigte sich die Tendenz, dass Leute von der Stadt auf das Land gezogen sind“, sagt die junge Frau, die an der Georg-August-Universität Göttingen studiert. „Ich will untersuchen, ob das immer noch der Fall ist oder ob der Trend wieder in die Städte zurückgeht.“ Doch warum ausgerechnet Hänigsen als Beispiel nehmen?

Hänigser sind offen und engagieren sich

„In meiner Zeit als Bufdi habe ich hier viele Menschen kennengelernt, deren Einstellung und Einsatz mich sehr beeindruckt haben“, sagt Knuth. Speziell das Drei-Säulen-Konzept des Hänigser Freibades aus Genossenschaft, DLRG und Förderverein hat es ihr angetan. Und dass die Hänigser sich nicht nur aktiv für ihren Ort einsetzten, sondern auch sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen seien. „Es gibt hier – nicht nur im Freibad, sondern auch in der Kunstspirale – ganz viele Freizeitangebote für alle Altersklassen und Gruppen“, sagt sie. Sie sei begeistert von der Vielfalt der 42 örtlichen Vereine und Verbände.

Auch die Verkehrsanbindung sei gut, sagt Knuth. Der Grundbedarf lasse sich in örtlichen Geschäften decken. Zudem gebe es Gaststätten, verschiedene Ärzte und Spezialgeschäfte. Dennoch wolle sie sich nicht allein auf eigene Beobachtungen und Interviews mit Fachleuten wie Genossenschaftssprecher Rainer Lindenberg und Ortsbürgermeister Norbert Vanin stützen. Und da kam der jungen Frau die Idee mit der Umfrage.

Umfrage zur Lebensqualität in Hänigsen

Die enthält Fragen nach der Wohndauer in Hänigsen, der Größe der Familie, der Zufriedenheit mit Einkaufsmöglichkeiten, der Nachbarschaft und Freizeitangeboten. Aber auch, welche Institutionen regelmäßig besucht werden und ob man Mitglied in einem Verein ist, will die junge Frau wissen. Schließlich ließen sich dort gut neue Kontakte knüpfen. Und das erleichtere die Integration und das Ankommen an einem neuen Wohnort. Etwa 100 ausgefüllte Bögen benötigt sie, um einen repräsentativen Querschnitt vorweisen zu können.

Warum genau Knuth Geografie studiert, erklärt sie so: „Weil ich darin mein Interesse für Naturwissenschaft und Gesellschaft verbinden kann.“ Ein wenig spielt vielleicht auch hinein, dass ihre Vorfahren nach Argentinien und später nach Ecuador ausgewandert waren und ihre Familie in verschiedenen Ländern auf der Welt vertreten ist. „Aber etwas wie hier in Hänigsen, dass die Oma um die Ecke wohnt und ich einfach so zum Mittagessen hingehen kann, das habe ich nicht gehabt. Und das ist schade“, sagt Knuth.

Mitmachen bis zum 24. Juli

Wer die Studentin unterstützen will, erhält den Umfragebogen bis zum 24. Juli an der Kasse im Hänigser Freibad. Die Umfrage können volljährige aktuelle und ehemalige Hänigser auch online unter https://www.survio.com/survey/d/H5V1E9U9R3Q9B5J9Dausfüllen. Die Daten, so versichert Knuth, werden von ihr absolut anonym erhoben und lediglich zu Forschungszwecken verwandt. Teilnehmer können auch aufschreiben, was sie an Hänigsen besonders mögen oder auch, was sie verbesserungswürdig finden. „Ich bin gespannt auf die Antworten“, sagt Knuth. Entsprechende Anregungen will sie an Ortbürgermeister Norbert Vanin weiterleiten. Damit Hänigsen womöglich noch lebenswerter wird.

Mehr zu Hänigsen lesen Sie hier:

Das plant Hänigsens Bürgermeister für seinen Ort

Flohmarkt in Hänigsen ist ein Publikumsmagnet

Freibad stellt sein Jahresprogramm vor

Kunstspirale erhält Geld vom Land

Arabische Kalligrafie in Kunstspirale mahnt zum Frieden

In Bürgerschützenverein bricht sich Gleichberechtigung Bahn

Hänigsen trifft sich beim Pappaulfest

Von Sandra Köhler

Kinofeeling im Badeanzug: Die Hänigser Freibadgenossenschaft lädt zum Sundown Cinema. Gezeigt werden auf der weitläufigen Anlage in Uetzes zweitgrößter Ortschaft an drei Abenden drei großartige Filme.

16.07.2019

Keine Kommune in der Region Hannover produziert mehr grünen Strom pro Einwohner als Uetze. Als Energiequellen werden Wind, Sonne, Wasser und Biogas genutzt.

15.07.2019

Ein Autofahrer hat auf dem Aldi-Parkplatz seine Fassung verloren und einen 60-Jährigen beleidigt. Die Polizei fragt: Wer hat den Vorfall beobachtet?

15.07.2019