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Wedemark A7-Sanierung: In der Gemeinde wird es wieder laut
Umland Wedemark A7-Sanierung: In der Gemeinde wird es wieder laut
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00:20 31.03.2019
Nach der Grunderneuerung der Fahrspur in Richtung Norden soll in diesem Jahr der Abschnitt gen Hannover saniert werden.
Nach der Grunderneuerung der Fahrspur in Richtung Norden soll in diesem Jahr der Abschnitt gen Hannover saniert werden. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
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Wedemark

Angesichts der angekündigten gut 18,3 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 7 zwischen dem Kreuz Hannover-Nord und der Raststätte Allertal dringt die Gemeinde Wedemark auf Maßnahmen, um die Belastung für die Anwohner der Umleitungsstrecken so gering wie möglich zu halten. Bereits im vergangenen Jahr zerrten die Arbeiten auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg an den Nerven vieler Anwohner. Diverse Protestnoten erreichten daraufhin auch das Rathaus in Mellendorf.

So soll zumindest während der Arbeiten auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern zwischen 20 und 6 Uhr ausgewiesen werden, sagte am Freitag auf Anfrage Rathaussprecher Ewald Nagel.

Auf den Umleitungsstrecken soll nachts wieder Tempo 30 ausgewiesen werden. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)

Dafür habe die Gemeinde bereits auch eine mündliche Zusage von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erhalten. Zudem fordert die Gemeindespitze für mehr Sicherheit auch wieder entsprechende Ampelregelungen ein. Zumindest für die Kreuzung der Landesstraße 310 und der Kreisstraße 107 in Gailhof habe die Kommune bereits eine Zusage von der Landesbehörde erhalten. Nagel hofft aber, dass die zuständige Region Hannover auch an der sogenannten Goltermann-Kreuzung in Elze wieder eine Ampelanlage installiert. Zugleich sollen Hinweisschilder an der Landesstraße 190 aufgestellt werden, die den Verkehr gen Westen zur Autobahn 352 nach Kaltenweide lotsen, kündigt Nagel an. Weitere Schilder sollen deutlich machen, dass der Umleitungsverkehr durch die Wedemark ausschließlich über die Landesstraßen 190 und 310 fahren soll, um so speziell die Elzer und Meitzer vor zu großer Belastung auf den engen Straßen zu schützen.

A7-Baustelle: Es wird wieder laut

Nach Angaben von Gisela Schütt, Leiterin der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Verden, soll ab Montag 1. April, zunächst zwischen den Anschlussstellen Berkhof und der Rastanlage Allertal die vorbereitenden Arbeiten für die grundlegende Erneuerung der fünf Kilometer langen Betonpiste in Richtung Hamburg begonnen werden, kündigt sie an. Im ersten Schritt muss die Verkehrsführung geändert werden. Dafür müssen unter anderem die Ränder des Stand- und Hauptfahrstreifens in Fahrtrichtung Hannover auf kompletter Länge mit einem etwa 4,5 Zentimeter breitem Streifen Asphalt befestigt werden. „Ebenfalls werden sowohl im Seitenbereich der Fahrtrichtung Hannover als auch im Mittelstreifen Nothaltebuchten hergestellt“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde am Donnerstag weiter. In Richtung Hamburg müssten zudem die Fahrbahnen entsprechend markiert und im Bereich des Mittelstreifens Überfahrten hergestellt werden.

Dafür kalkuliert die Landesbehörde etwa eine Woche ein. Ab dem 1. April stehen in beiden Fahrtrichtungen künftig zwei beengte Fahrstreifen zur Verfügung. Allerdings muss auch die Anschlussstelle Schwarmstedt für gut eine Woche gesperrt werden. Die Umleitung in Richtung Hannover wird über Westenholz und die U 30 bis zur Anschlussstelle Berkhof geführt. In Richtung Hamburg müssen alle, die nach Schwarmstedt wollen, bereits in Berkhof abfahren und der U 47 folgen. „Auf die ausgewiesene Beschilderung ist zu achten“, appelliert Schütt.

Vergabe der Arbeiten verzögert sich

Die Behördenleiterin kalkuliert mit dem Ende dieser Arbeiten voraussichtlich Ende Mai. Danach kann der komplette Verkehr auf die Richtungsfahrbahn Hannover geführt werden und die Piste gen Hamburg vermutlich bis Ende November saniert werden. Parallel dazu sollen die Arbeiten zwischen Schwarmstedt und dem Kreuz Hannover-Nord gen Süden erfolgen. Dann stehen bis vermutlich Ende des Jahres in Richtung Norden drei Fahrstreifen und gen Hannover zwei Spuren zur Verfügung. Die Anschlussstelle Schwarmstedt kann dann auch wieder benutzt werden. Allerdings kündigt Schütt an, dass es dort vermutlich noch einmal in Richtung Hamburg ab Mitte September für wohl zwei Wochen zu einer Sperrung mit entsprechenden Umleitungen über Berkhof kommen wird.

Ob allerdings auch die für dieses Jahr angekündigte Grunderneuerung der Autobahn 7 zwischen Schwarmstedt und dem Kreuz Hannover-Nord in Angriff genommen werden kann, steht aktuell noch nicht fest. Nach Auskunft eines Sprechers der Verkehrsbehörde gebe es nach der Ausschreibung eine Verzögerung bei der Vergabe der Arbeiten. Er erwartet aber eine Entscheidung in den nächsten Wochen. Falls es mit der Auftragsvergabe indes länger dauern sollte, könnte es durchaus auch sein, dass die Sanierung des Streckenabschnitts auf das nächste Jahr verschoben werden müsse. Damit würde sich der Wunsch von Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski erfüllen, der nach Ende des ersten Bauabschnitts eine Verschnaufpause für seine Bürger gefordert hatte.

Von Sven Warnecke