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Wedemark Analyse: Nicht Wolf sondern Hund hat Schnucke gerissen
Umland Wedemark Analyse: Nicht Wolf sondern Hund hat Schnucke gerissen
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13:03 22.02.2019
Aus dieser Schnuckenherde bei Brelingen wurde ein Tier gerissen. Quelle: Privat
Brelingen

Die Heidschnucke, die Mitte Januar schwer verletzt auf einer Wiese bei Brelingen lag, ist nicht von einem Wolf gerissen worden. Dies ist das Ergebnis der Untersuchungen des Niedersächsisches Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Stattdessen soll ein Hund die Schnucke so schwer verletzt haben, dass sie später von einem Veterinär eingeschläfert werden musste. Der Riss des Tieres war Gesprächsthema im Dorf.

Von dem NLWKN heißt es: „Nach Auswertung aller verfügbaren Informationen konnte ein Wolf als Verursacher mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Abschließend wird daher die amtliche Feststellung „kein Wolf“ getroffen. Bei der genetischen Analyse konnte DNA eines Hundes nachgewiesen werden.“ Was für ein Hund das Tier gerissen haben soll, ist unklar.

Halter entdeckt verletztes Tier auf Weide

Der Halter hatte das schwer verletzte Tier am Donnerstag, 17. Januar, morgens gegen 9.30 Uhr auf der Winterweide bei Brelingen – nur 200 Meter von den ersten Gärten seiner Nachbarn entfernt – entdeckt. Die tragende, grau gehörnte Heidschnucke lebte noch – war jedoch schwer verletzt. Der Besitzer schilderte damals, dass ein Hinterlauf von der Bauchseite aufgerissen und ein Vorderlauf des Tieres fast abgerissen war. Er ging deshalb davon aus, dass ein Raubtier das Tier angegriffen und verletzt haben muss. Wölfe wurden im Norden der Region Hannover bereits mehrfach gesehen.

Der Verdacht lag in diesem Fall nah, dass der Riss möglicherweise auch auf das Konto des Rodewalder Wolfsrudels geht. Am Freitag entschied das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, dass der Leitwolf abgeschossen werden darf und wies damit die Beschwerde eines Naturschutzvereins zurück.

Ein Wolfsberater des Niedersächsischen Wolfsbüros schaute sich die gerissene Schnucke an und entnahm Blut- und Gewebeproben von den verletzten Stellen. Die Proben wurden ausgewertet. Nach Informationen dieser Zeitung hat sich ein Wolfsberater zudem am vergangenen Wochenende mit dem betroffenen Halter getroffen und mit ihnen über das Thema Herdenschutz gesprochen.

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