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Wedemark Franz Rainer Enste hält Vortrag über Frieden und Freiheit
Umland Wedemark Franz Rainer Enste hält Vortrag über Frieden und Freiheit
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16:24 12.11.2018
Die Motive von Manfred Zimmermann reflektieren Enstes Vortrag auf der Bildebene. Quelle: Patricia Chadde
Bissendorf

Franz Rainer Enste hat am Freitagabend mit seinem spannenden und abwechslungsreichen Ausflug in Deutschlands Vergangenheit unter dem Titel „Bach, Bauhaus, Buchenwald“ im ausverkaufen Bissendorfer Bürgersaal beeindruckt. Am Beispiel der thüringischen Kleinstadt Weimar zeigte er die mögliche Bandbreite zwischen großartiger, geistiger Leistung im Zusammenspiel mit einer weltoffenen Haltung im Kontrast zu charakterlicher Niedertracht, Engstirnigkeit und sogar Mordlust.

Franz Rainer Enste beeindruckt mit einem dramaturgisch exzellent komponierten Vortrag. Quelle: Patricia Chadde

Auch wenn sie im Titel nicht genannt wurde, gab Anna Amalia (1739-1807), die Fürstin am Weimarer „Liliput-Hof“, wichtige Impulse. Sie, die in Staaten-, Regenten und Verfassungsgeschichte ausgebildete, öffnete ihre Fürstenbibliothek der Öffentlichkeit. Weimar, geistig aufgeschlossen, wurde durch ihre weltoffene Haltung Heimat von Bach, Schiller und Goethe.

Letzterer schaffte mit „Faust I“ und „Faust II“ ein beinahe visionäres Werk über moralisches, menschliches Verhalten. Das kann jedoch auch „tierischer als jedes Tier“ geraten, wie der Wandel der Weimarer Demokratie in eine Diktatur mit grausamen Folgen gezeigt hat. Der Alptraum Buchenwald war mit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht zu Ende, als Lager II ging es in dem russisch dominierten Gebiet vergleichbar grausam und menschenverachtend weiter.

Zu der wechselvollen Entwicklung Weimars hat der Wedemärker Manfred Zimmermann eine eindrucksvolle Bildserie erschaffen, die parallel zu Enstes Vortrag auf eine Leinwand projiziert wurde. Werke von Bach, Beethoven, Bloch und List, von Yasuko Ogatas Violoncello-Klasse interpretiert, lieferten eine weitere Ebene.

Das Fazit von Enstes eindrucksvollem Vortrag: wer Menschlichkeit, Demokratie und Frieden sichern möchte, ist gut beraten, den europäischen Gedanken zu stärken und zu stützen. Ein Ergebnis, ganz im Sinne von Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Birgit Honé. Sie sprach ein Grußwort, verfolgte Enstes Vortrag und gab mit ihrer Einschätzung die Haltung der Zuhörer wider: „das war ein aufregender, lehrreicher, berührender Geschichtsausflug, lieber Franz Rainer Enste. Vielen Dank“.

Von Patricia Chadde

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