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Wedemark Frauengruppe des Kirchenkreises besucht Haus der Religionen
Umland Wedemark Frauengruppe des Kirchenkreises besucht Haus der Religionen
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00:18 27.04.2019
Drei Besucherinnen aus dem Kirchenkreis Burgwedel-Isernhagen hören Religionspädagogin Ulrike Duffing zu. Quelle: Dörte Behn-Hartwig
Wedemark/Langenhagen/Burgwedel/Isernhagen

Eine Gruppe von Frauen des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen hat das Haus der Religionen in Hannover besucht. Die Einrichtung ist ein Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung, die von einem gemeinnützigen Verein getragen wird und bereits vielfach ausgezeichnet wurde.

Ulrike Duffing, Religionspädagogin des Vereins, führte die Frauen durch das Zentrum. „Wir engagieren uns hier für Toleranz gegenüber der religiösen Vielfalt“, erklärte Duffing der Gruppe. 2005 hatte das Haus der Religionen als erstes seiner Art im deutschsprachigen Raum die Eröffnung gefeiert. Die Mitarbeiter gehören verschiedenen Religionen an. „Wir sind multireligiös und arbeiten interreligiös, das bedeutet, dass Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten mit dem Ziel, das friedliche Miteinander zu fördern.“

„Sie alle sind Expertinnen Ihres eigenen Glaubens und Ihrer Kultur, ob Sie nun einer Religion oder einer nichtreligiösen Gruppe angehören. Stellen Sie Ihre Fragen, wenn Sie Menschen anderen Glaubens gegenüberstehen, kommen Sie miteinander ins Gespräch“, ermunterte die Religionspädagogin die Besucherinnen.

Lebhafte und kritische Diskussion

Im Gespräch entfachte dann eine lebhafte und auch kritische Diskussion, unter anderem zu Fragen der Religionsausübung, der Kleidung, der Stellung von Frauen und des religiösen Extremismus. Ulrike Duffing machte deutlich: „Toleranz braucht Klarheit.“ Mehr als zehn verschiedene Religionen und Weltanschauungen sind im Haus der Religionen engagiert. Die größten Gruppen bildeten die Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Bahai. Ihre Vorsitzenden gehören dem sogenannten Rat der Religionen in Hannover an.

Besuch in Moschee und Synagoge geplant

Nach dem Auftakt im Haus der Religionen möchte der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen das Programm fortsetzen und lädt interessierte Teilnehmer zu weiteren Veranstaltungen ein: Am 14. September soll die Langenhagener Moschee und am 1. November die Synagoge der liberal-jüdischen Gemeinde in Hildesheim besucht werden. Darüber hinaus ist ein ökumenisches Frauenfrühstück geplant.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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