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Wedemark Polizei stellt 44 Autofelgen in einem Kinderzimmer sicher
Umland Wedemark

Burgwedel: Polizei stellt 44 Autofelgen im Kinderzimmer sicher

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12:20 13.08.2019
Am Amtsgericht Burgwedel wurde ein 25-Jähriger wegen schweren Diebstahls verurteilt. Quelle: Frank Walter (Archiv)
Wedemark

Ein 25-Jähriger ist von Richter Michael Siebrecht am Amtsgericht Burgwedel wegen schweren Diebstahls zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen à 35 Euro verurteilt worden – macht unterm Strich 5600 Euro. Der Angeklagte gab zu, Ende 2017 durch ein Loch im Zaun auf das Betriebsgelände eines Autoteilezulieferers in der Wedemark gelangt zu sein und dort 44 Autofelgen entwendet zu haben. Die hatte die Polizei im Kinderzimmer des Mannes sichergestellt – er hatte dort für Fotos mit dem Diebesgut posiert.

Angeklagter präsentiert sich gut gelaunt

Über die Whatsapp-Gruppe mit dem Namen Gummibärchenbande soll sich der Angeklagte via Internet mit anderen zu der Tat verabredet haben. Gut gelaunt und mit einem breiten Lächeln im Gesicht präsentierte sich der Angeklagte während des Prozesses. Das irritierte Siebrecht zusehends. Er fände es komisch, wenn jemand Angeklagter sei und den Richter so angrinse. „Es kann auch sein, dass sie den Ernst der Lage nicht erkennen“, folgerte er.

Die ernste Situation mussten Verteidiger Jakob Struif und der 25-Jährige schließlich doch einsehen. Nachdem Siebrecht den Vorschlag des Verteidigers, das Verfahren einzustellen, mit den Worten „Das ist komplett lebensfremd“ quittierte, gab Struif eine Erklärung für den Angeklagten ab. Das Geständnis wertete das Gericht strafmildernd. Es verurteilte den jungen Mann insgesamt zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen, weil in das Urteil auch noch eine zuvor verhängte Strafe für ein anderes Delikt miteinbezogen werden musste. Damit entkam der 25-Jährige nur knapp einer Freiheitsstrafe, die in der Regel bei mehr als 180 Tagessätzen ausgesprochen wird. Das Urteil ist rechtskräftig.

Firma vermisst noch mehr Felgen

Ohne das Geständnis hätte es für den Angeklagten auch aus einem anderen Grund noch deutlich schlechter ausgehen können. Ursprünglich war nämlich der Diebstahl von 100 Felgen im Wert von 20.000 Euro angeklagt gewesen. Der Autoteilezulieferer Fahrzeugteile Service-Zentrum Mellendorf vermisste sogar 109 Felgen. Mit Diebstählen aus der Firma hatte Siebrecht schon einmal zu tun. Bereits 2015 hatte er einen Diebstahl bei dem Unternehmen verhandelt. Wo die übrigen vermissten Felgen geblieben sind, konnte vor Gericht nicht geklärt werden. „Es ist auch nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen, dass die eine oder andere Felge sich selbstständig gemacht hat“, sagte Siebrecht.

Vielleicht können die übrigen Mitglieder der sogenannten Gummibärchenbande Licht ins Dunkel bringen. Gegen sie wird noch gesondert ermittelt. Für den Angeklagten hatte der Richter noch mahnende Worte: Es sei an der Zeit, dass er die Bande hinter sich lasse.

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Von Alina Stillahn

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