Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wedemark DLRG bildet junge Retter im Internet aus
Umland Wedemark

Corona-Krise: DLRG bildet junge Retter jetzt im Internet aus

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:39 06.05.2020
So sieht derzeit die Basisausbildung in Corona-Zeiten bei der DLRG Wedemark aus. Quelle: DLRG Wedemark
Anzeige
Wedemark

Nachdem die niedersächsische Landesregierung einen Stufenplan zur Lockerung der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie vorgestellt hat, richtet sich die DLRG-Ortsgruppe Wedemark auf die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs ein. Der Vorstand hat dafür kurzerhand einen Maßnahmen- und Hygieneplan aufgestellt. „Wenn alles gut läuft, darf das Freibad Mellendorf am 25. Mai wieder öffnen“, berichtet Sprecher Karsten Hölscher. Er steht mit dem Betreiber des Freibads nach eigenen Angaben in engem Kontakt, um eine gemeinsame Lösung für die bevorstehenden Restriktionen zu erarbeiten.

Jugendliche werden per Internetlehrgang ausgebildet

Mit finalen Informationen zum Trainingsbetrieb hält sich die Ortsgruppe noch zurück. Es gebe zu viele Variablen und Ungewissheiten. Lange war für die DLRG Wedemark nicht absehbar, wann der reguläre Betrieb starten kann, sagte Hölscher. Deshalb war die Ortsgruppe auch gezwungen, ungewöhnliche Lösungen für die Ausbildung zu suchen.

Anzeige

„Während sich die Erwachsenen je nach Verfügbarkeit für die Nachbarschaftshilfe der Freiwilligenagentur und der Kirchengemeinden gemeldet haben, steht vor allem auch die Ausbildung der Jugend ganz oben auf der To-do-Liste“, sagte Hölscher. „Unser Ausbildungsstandard ist immer hoch gewesen. Und wir wollen ihn auch in Zeiten von Corona nicht einbüßen“, ergänzte Raffael Sachse, technischer Leiter für die Ausbildung.

In der Folge investierte die Ortsgruppe in eine sogenannte Webinar-Lösung im Internet: Diese Software gilt als ideale Plattform, um etwa Training und Ausbildung zu betreiben. Sie werde nun von den Ausbildern für den theoretischen Unterricht der Jugendlichen genutzt, berichtete Hölscher

Neue Technik kostet Geld

„Die Resonanz ist überwältigend, viele Jugendliche haben sich bereits für verschiedene Kurse angemeldet“, sagte der DLRG-Sprecher. Jüngst konnte so bereits die Ausbildung zum Sanitätshelfer und Sanitäter sowie die Basisausbildung Einsatzdienste aus dem Fachbereich Wasserrettungsdienst im theoretischen Unterricht absolviert werden. „Der Enthusiasmus der Jugendlichen ist dabei kaum zu bremsen, wochentags finden täglich für jeweils zwei Stunden Unterrichtseinheiten statt.“

„Es ist wirklich toll, mit anzusehen, welche Freude die Jugendlichen in den Unterricht einbringen“, sagte Hölscher. Das Thema Ausbildung werde auch künftig ein wichtiger Teil der Übungsabende sein, sobald diese wieder im Vereinsheim stattfinden dürfen. Aktuell plant die Ortsgruppe, mehr Unterrichtsmaterial zu kaufen. „Wir müssen aber sehen, ob wir das finanziell alles umsetzen können“, sagte Sachse. Denn das sei nur über Spenden und mögliches Fördergeld machbar. Bis zur Wiederaufnahme des regulären Betriebs bleiben die Ehrenamtlichen allerdings weiterhin – wie bisher – in der von der Freiwilligenagentur Wedemark organisierten Nachbarschaftshilfe aktiv.

Coronavirus: Das sollten Sie gelesen haben

Das tägliche HAZ Corona-Update als Newsletter Alle News zum Coronavirus in Hannover täglich gegen 6 Uhr im E-Mail-Postfach.
 

Lesen Sie auch

Von Sven Warnecke und Julia Gödde-Polley

Anzeige