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Wedemark Die Wedemark wird noch sicherer
Umland Wedemark Die Wedemark wird noch sicherer
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10:28 21.01.2019
Michael Nickel (von links), Jochen Sachweh, Savas Gel, Helge Zychlinski und Susanne Schönemeier freuen sich über den Beitritt der Gemeinde.
Michael Nickel (von links), Jochen Sachweh, Savas Gel, Helge Zychlinski und Susanne Schönemeier freuen sich über den Beitritt der Gemeinde. Quelle: Stephan Hartung
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Mellendorf

Die Gemeinde Wedemark ist ab sofort Mitglied im Netzwerk „Zuhause sicher“ der Polizei. Im Beisein der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier, Kriminalrat Savas Gel sowie Jochen Sachweh, Leiter des Polizeikommissariats Mellendorf und Michael Nickel, Fachbereichsleiter Prävention bei der Polizei Hannover, unterschrieb Wedemark Bürgermeister Helge Zychlinski im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf einen entsprechenden Antrag zur Aufnahme in das Kuratorium.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Rat der Gemeinde Wedemark einstimmig beschlossen, dass die Kommune dem Netzwerk beitreten solle. „Wir sind der Meinung, dass die Wedemark sicher ist. Aber so können wir das Sicherheitsgefühl unserer Bürger noch mehr stärken“, sagte Zychlinski.

Nach der Stadt Hannover und der Region ist die Wedemark damit das nächste Mitglied. Bislang gehören zudem Barsinghausen, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Lehrte, Laatzen, Langenhagen, Neustadt, Sehnde und Wunstorf der sogenannten Schutzgemeinschaft Hannover an. „Wir freuen uns, dass die Wedemark nun auch dazugehört. Die Gemeinde kann davon profitieren, weil Erfahrungswerte zum Einbruchsschutz unter den Städten und Kommunen ausgetauscht werden können“, sagt Gel.

Die Polizei hatte in den Vergangenheit immer wieder Informationsabende in der Region angeboten, um die Menschen zum Thema Einbruchsschutz zu sensibilisieren – dazu musste die jeweilige Kommune aber nicht Mitglied sein. Allein in der Wedemark wurden laut Gel in 2018 genau 62 Menschen bei den Beratungen erreicht, zehnmal vergab die Polizei später die Plakette „Zuhause sicher“. Diese Auszeichnung überreicht die Polizei, wenn das Eigenheim geprüft und als sicher empfunden wurde – in der Regel sind aber Ein- oder Umbaumaßnahmen von Handwerksbetrieben zur besseren Sicherung von Türen oder Fenstern notwendig, die dafür zertifiziert sind und auf einer vertrauenswürdigen Liste von Handwerkskammer und Landeskriminalamt stehen. „Wenn in einem Betrieb ein vorbestrafter Einbrecher beschäftigt ist, würde der Betrieb sicherlich nicht auf die Liste kommen“, sagt Nickel.

Die Schutzgemeinschaft Hannover wurde 2010 gegründet, seitdem hat die Polizei 1465 Plaketten vergeben. „Vor allem nach unseren Informationsveranstaltungen ist die Nachfrage immer sehr hoch“, sagt Nickel. Eine solche gibt es am Freitag, 1. Februar, ab 18 Uhr bei der Polizei in Hannover, Marienstraße 34 bis 36, wieder. Interessierte können sich auch unter der Rufnummer (0511) 1091114 melden und ein Besichtigungstermin mit Nickel und seinem Team vereinbaren. „Die Wartezeit dafür beträgt maximal drei Wochen. Der Termin vor Ort dauert dann zwei Stunden“, sagt Nickel.

Von Stephan Hartung