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Wedemark Herbstlaub: Annahme von Grüngut ist in Gemeinde sicher
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Herbstlaub: Annahme von Grüngut ist in Gemeinde Wedemark sicher

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15:51 24.11.2019
Das scheint richtig Spaß zu machen: Aus dem Kirchenvorstand von St. Martini Brelingen radelt Marion Bernstorf (von links) gleich los, um für die ehrenamtlichen Laubharker auf dem Kirchengelände eine Stärkung zu besorgen, Julia Runge und Pastorin Debora Becker schwingen die Rechen. Quelle: Ursula Kallenbach
Wedemark

Herbstputz, Laub fegen, Hecken zurückschneiden und den Garten winterfest machen: Dabei entsteht in der Regel jede Menge Baum- und Strauchschnitt. Diesen können Bürger selbst im Garten kompostieren oder zu den Annahmestellen fahren – wenn dort genug Platz ist.

Und – was sehen wir? Vor allem Eichenlaub, das schwer verrottet und deshalb aus Gärten und von öffentlichen Flächen entsorgt werden muss. Quelle: Ursula Kallenbach

Der Bauhof in Burgwedel hat Mitte Oktober die Annahme von Grüngut vorübergehend gestoppt – auf dem Gelände türmte sich zeitweise ein circa 800 Kubikmeter großer Berg aus Zweigen, Blättern und verblühten Pflanzen. Die Stadt wartete darauf, dass Aha den Abfall abholt und ihn zu den Deponien in Hannover-Lahe und Burgdorf zur Kompostierung fährt. Mittlerweile wurde der Annahme-Stopp aufgehoben. Doch die Stadtverwaltung will künftig genau auf die Einhaltung der maximalen Abgabemenge achten.

Könnte es solch einen Engpass bei der Abfuhr von Grünabfällen auch in der Wedemark geben? Die Gemeinde sei in der „komfortablen Lage“, einen Aha-Wertstoffhof vor Ort zu haben, sagt Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Nachfrage. Als der Bauhof noch an der Stargarder Straße in Mellendorf untergebracht war, konnten Bürger dort auch Grünschnitt anliefern. Doch dies sei „ein immenser Aufwand“, weil es jeden Tag – auch an den Sonnabenden – eine Aufsicht geben müsse. „Seit Aha die Sammelstelle hat, machen wir das nicht mehr“, berichtet Nagel.

Brelinger entsorgen Laub im Dorf selbst

Das Eichenlaub musste weg vom Kirchengelände in Brelingen. Erstens, weil es schwer verrottet, zweitens: Am 1. Advent sollen die Besucher nicht auf einem glitschigen Blätterteppich über den Weihnachtsmarkt rutschen. In einer Gemeinschaftsaktion harkten deshalb am Sonnabend knapp 20 Ehrenamtliche die feuchten Blätter von mehreren 1000 Quadratmetern Rasenfläche zusammen und füllten damit etliche Hänger. Diese wurden privat von Helfern gestellt.

Mehrere Anhänger voll Laub lieferten die Aktiven dann bis mittags an der örtlichen Grüngutstelle bei Landwirt Bruns an – ein kurzer Weg im Dorf. Außerdem gibt es eine kleine Sonderlösung für einen Teil des Kirchenlaubs. „Wir wollen mit dem Laub auf einem Acker einen Flächenkompost anlegen“, berichtete Friederike Lindenburger. „Das ist ein Versuch.“

Da geht noch mehr: Friederike Lindenburger kippt einen weiteren Behälter mit Laub vom Kirchengelände in Brelingen auf den Hänger. Einen Teil des Laubs wird sie auf dem eigenen Acker für ein Experiment nutzen. Quelle: Ursula Kallenbach

Wichtige Regeln bei Benutzung der Sammelstellen

Bürger können pro Tag ein Kubikmeter Gehölz, Laub und andere Grünabfälle kostenlos an den insgesamt 55 Grüngutannahmestellen in der Region Hannover abgeben, teilt Stefan Altmeyer, Sprecher der Abfallwirtschaft Region Hannover, auf Anfrage mit. Auch in der Wedemark gibt es solche Stellen, die von Landwirten des Maschinenrings Hannover-Land im Auftrag von Aha betrieben werden. Dort können Bürger Baum-, Strauch- und Heckenschnitt sowie Laub anliefern – jährlich seien es insgesamt circa 60.000 Tonnen, die vor Ort verarbeitet werden.

Wenn man das Laub nicht wegbläst, sondern Stück für Stück abharkt, kommen in diesen Wochen allein in Privatgärten viele Kubikmeter zusammen. Eichenlaub will aber niemand auf seinem Kompost haben. Quelle: Ursula Kallenbach

Grünabfälle aus Privathaushalten werden angenommen, jedoch keine Abfälle aus Gewerbebetrieben“, schreibt Altmeyer. Ebenso wenig werden Hobbygärtner dort Rasenschnitt los. Mit diesem müssen sie zum Aha-Wertstoffhof zum Beispiel im Gewerbegebiet in Bissendorf fahren. Dort können auch andere Gartenabfälle in den bereitgestellten Grüngut-Containern entsorgt werden. „Selbstverständlich können auf dem Wertstoffhof in Bissendorf Grünabfälle, Rasenschnitt, Laub und Äste bis 15 Zentimeter Durchmesser abgegeben werden“, schreibt der Sprecher. „Ausgeschlossen ist Fallobst.“

Vereine und Kirchengemeinden, auf deren Gelände mehr Grünschnitt und Laub zusammen kommt, können Altmeyers Angaben zufolge bei größeren Mengen kostenpflichtig Absetzbehälter bei Aha bestellen. Kompostierbare Abfälle bis drei Kubikmeter entsorgt Aha für 25 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist über die Service-Hotline des Abfallwirtschaftsbetriebs notwendig.

Das sind die Grüngut-Annahmestellen in der Gemeinde

Die landwirtschaftlichen Grüngut-Annahmestellen nehmen Baum- und Strauchschnitt sowie Laub aus Privathaushalten an – pro Tag einen Kubikmeter. Rasenschnitt und andere Bioabfälle können dort nicht abgegeben werden. Alle Stellen in der Wedemark haben mittwochs von 16 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 12 Uhr geöffnet. An diesen Orten können Bürger ihren Grünschnitt anliefern:

Abbensen: Dunkler Weg 9

Bissendorf: Isernhägener Damm 1

Brelingen:Düsternstraße 9

Elze: In der Horst

Mellendorf: Salhop 4

Aha-Wertstoffhof in Bissendorf: Auf der Haube, Öffnungszeiten: dienstags 9 bis 18.30 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Sonnabend von 9 bis 14 Uhr; montags geschlossen

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Von Julia Gödde-Polley und Ursula Kallenbach

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