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Wedemark Das hat die Wedemark 2018 bewegt
Umland Wedemark Das hat die Wedemark 2018 bewegt
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13:53 27.12.2018
Neun Monate lang ist die Fahrtrichtung Norden der A 7 komplett saniert worden. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
Wedemark

2018 nähert sich dem Ende zu – und in den vergangenen zwölf Monaten ist in der Wedemark einiges passiert. Manche Themen haben die Gemeinde ein ganzes Jahr lang beschäftigt. Ein Jahresrückblick mit den spannendsten Themen aus der Wedemark:

2018 war in der Wedemark einiges los. Ein Jahresrückblick aus der Gemeinde in Bildern.

Heldenhaftes Trio rettet Leben

Drei Teenager reagieren vorbildlich: Marleen (13), ihr Bruder Joost aus Abbensen und ihre Cousine Enna (beide elf) aus Elze haben Ende Mai einem Mann im Tannenbruchsee bei Neustadt das Leben gerettet. Der 39-Jährige war dort mit seinem dreijährigen Sohn baden, als ihn knapp 50 Meter vom Ufer entfernt die Kräfte verließen. Die Teenager –alle haben das silberne Schwimmabzeichen – zögerten keine Sekunde und brachten mithilfe ihrer Schwimmnudeln Vater und Kind an Land. Für ihre Courage erhielten sie den mit je 1000 Euro dotierten „Nivea Preis für Lebensretter“. Zudem wurden sie von der Gemeinde Wedemark für ihre Tat mit Urkunden und Jahreskarten in das Spaßbad in Mellendorf belohnt.

Umleitungsverkehr zerrt an den Nerven

Auf diese Nachricht haben viele gewartet: Nach neun Monaten Bauzeit auf der A 7 zwischen Mellendorf und Schwarmstedt rollt der Verkehr seit Mitte Dezember wieder. Monate, die an den Nerven der Wedemärker gezerrt haben. Denn der Umleitungsverkehr quälte sich regelmäßig durch die Ortschaften. Speziell die Elzer, Mellendorfer, Hellendorfer, Meitzer und Gailhofer können ein Lied vom Lärm singen. In der Folge gab es Protestaktionen und Unterschriftenlisten. Doch die nun folgende Verschnaufpause währt nur kurz. Bereits im nächsten Frühjahr rollen wieder Baufahrzeuge zur A7 an.

Kurioses beschäftigt die Polizei

Die Überreste ihres mobilen Blitzeranhängers müssen Beamte in Hellendorf von der Straße klauben. Ein Lkw-Fahrer hat Mitte Juli das rund 125 000 Euro teure Gerät getroffen und komplett zerstört. Auch der fortgesetzte Tierdiebstahl beschäftigt die Ermittler. Die Täter entwenden ein Kuhkalb, Forellen, Schweine und Puten. Die Tiere werden allesamt vor Ort geschlachtet und abtransportiert.

Diersrahe wird nun erschlossen

Das Baugebiet Diersrahe ist das wohl letzte für Bissendorf in dieser Größe. Die Erschließungsarbeiten sind in vollem Gange. Es entstehen Einfamilien- und Reihenhäuser, Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie seniorengerechter Wohnraum.

Die Zahl des Jahres: 2,5

2,5 Millionen Euro kostet die Sanierung des Amtshauses Bissendorf, dessen Geschichte sich bis 1580 zurückverfolgen lässt. Noch laufen die letzten Arbeiten, sie sollen bis Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

Die Menschen des Jahres

Der neue Polizeichef des Kommissariats Mellendorf heißt Jochen Sachweh. Der 52- jährige Erste Polizeihauptkommissar übernimmt den Posten zum 1. Oktober von seinem Vorgänger Klaus Waschkewitz, der in den Ruhestand geht.

Unermüdlich war Elke Schäfer 17 Jahre unterwegs, um für den Verein Gegenwind gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Sponsoren zu gewinnen. Im Januar bekommt die Bissendorferin das Bundesverdienstkreuz.

1991 wird Ursula Schwertmann die erste Umweltbeauftragte in der Wedemark. Als Umweltschutz in Kommunen noch Neuland ist, leistet sie jahrelang Pionierarbeit. Im September 2018 geht sie nach 27 Jahren in den Ruhestand.

Neue Schlammhalle kostet eine Million Euro

Das Klärwerk in Bissendorf bekommt für eine Million Euro eine neue Halle zum Trocknen und Lagern von Entsorgungsschlamm. Das Werk arbeitet als Wedemark Abwasser GmbH wieder in Gemeindehand. Die Halle soll im Frühjahr 2019 stehen.

E-Mobilität nur für die Verwaltung

Mit zwei städtischen VW-e-up!-Autos und einer Elektrotanksäule steigt die Gemeinde in die E-Mobilität ein. Der Bund finanziert die Hälfte. Die gesicherte Säule darf nicht öffentlich benutzt werden. Eine Stromtankstelle für alle Bürger gibt es noch nicht.

Bürgerinitiative und Gemeinde warten

Die Aktionen der Bürgerinitiative Negenborn für verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Landesstraße durch ihren Ort, bleiben Sisyphusarbeit auch für 2019. Denn Land und Region schieben sich die Verantwortung gegenseitig in die Schuhe.

Von Sven Warnecke und Ursula Kallenbach

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