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Wedemark Jugend in der Wedemark: Nina aus Resse fährt zum Feiern lieber nach Hannover
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Jugend in der Wedemark: Wenig Partys: Nina aus Resse fährt zum Feiern lieber nach Hannover

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19:11 29.12.2019
Nina Garz (15) aus Resse geht mit ihren Freundinnen auf Schülerpartys in Hannover. Quelle: Konstantin Klenke
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Resse

 Auf ihren 16. Geburtstag im Februar freut sich Nina schon: Nicht nur, weil ihr dann ein weiter Teil der Clubwelt offensteht. Sondern auch, weil ihre Eltern für sie schon einen Roller gekauft haben – mit dem gewinnt sie ein weiteres Stück Unabhängigkeit.

Für Nina Garz sind große Clubs noch keine Option zum Feierngehen: Die 15-Jährige muss noch bis zu ihrem nächsten Geburtstag warten, bis sie mit dem sogenannten Muttizettel und unter Aufsicht eines Volljährigen auf Partys gehen darf, bei denen auch Alkohol ausgeschenkt wird. „Mit meinen Freundinnen gehe ich aber schon auf Schulpartys, die finden alle zwei Monate in Hannover statt“, erzählt die Schülerin aus Resse. An diesen Partys dürfen Jugendliche ab 14 Jahren teilnehmen – Alkohol gibt es auch, allerdings nur für mindestens 16-Jährige. 

Dass die Betreiber weniger Geld durch den Alkoholkonsum ihrer Gäste einnehmen, hat jedoch auch seinen Preis: Eine Karte kostet 20 Euro. „Aber der DJ ist immer ganz gut, das ist mir auf einer Party am wichtigsten. Und meine Freundinnen und ich haben Spaß“, so die 15-Jährige.

Statt regelmäßig feiern zu gehen, was ihr nicht so wichtig ist, trifft sie sich oft so einfach mit ihren Freundinnen: „Da chillen wir aber mehr und tanzen nicht.“ Außerdem kümmert sich Nina in ihrer Freizeit um ihr Pflegepferd in Wennebostel.

Nina kritisiert Resser Verkehrsanbindung

Wenngleich es noch mindestens drei Jahre dauert, bis Nina ihr angestrebtes Abitur in der Tasche hat: Dass sie danach aus Resse wegziehen möchte, weiß die 15-Jährige schon jetzt. Vielleicht wolle sie mit einer Freundin nach Hamburg ziehen – oder nach Hannover. „Resse ist ziemlich abgelegen“, begründet sie diesen Wunsch: „Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren zu selten nach Hannover oder Mellendorf und Bissendorf. Und wir haben auch kaum Anbindungen über Fahrradwege“, kritisiert sie.

Dennoch: Eine familienfreundliche Gemeinde sei die Wedemark schon. Es gebe viele Schulen und Kindergärten sowie Angebote für Eltern, Kinder und Jugendliche. In ihrer Kindheit habe sie beispielsweise an der Ferienbetreuung der Resser Grundschule teilgenommen.Und viele Sommerferientage verbringt Nina am Natels-Heidesee in Bissendorf-Wietze.

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Von Konstantin Klenke

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