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Wedemark Klärschlamm: Kommunale Gesellschaft nimmt 13 weitere Gesellschafter auf
Umland Wedemark

Klärschlamm: Idee der eigenen Gesellschaft kommt in Langenhagen und der Wedemark an

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11:09 04.12.2019
Die Gründer der Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen (KNRN) nehmen 13 weitere Gesellschafter zur Klärschlammentsorgung auf. Quelle: Privat
Langenhagen/Wedemark

Wohin mit dem ganzen Klärschlamm? Diese Frage bewegt die Gemüter in diversen Rathäusern. Langenhagen hat vor Kurzem mit anderen Kommunen eine Gesellschaft für eine eigene Verbrennungsanlage in Hildesheim gegründet – die Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH (KNRN). Den Gründern – darunter unter anderem auch die Stadt Barsinghausen – haben sich nun 13 weitere Städte und Gemeinden angeschlossen.

Nach Auskunft von Langenhagens Rathaussprecherin Juliane Stahl hätten in der jüngsten Versammlung der KNRN die Gesellschafter einer Kapitalerhöhung zugestimmt. Vorsitzende des Aufsichtsrates ist Sandra Bosold, Leiterin der Stadtentwässerung Langenhagen. Konsequenz dieser Kapitalerhöhung ist, dass die Gründer – also die Abwasserbetriebe Weserbergland, die Städte Celle, Göttingen, Peine, Verden, Barsinghausen und Langenhagen sowie die Abwasserentsorgung Salzgitter und die Stadtentwässerung Hildesheim – nun die 13 neuen kommunalen Gesellschafter aufnehmen können.

13 neue Gesellschafter werden aufgenommen

Die Langenhagener Stadtsprecherin listet als neue Gesellschafter den Abwasserverband Matheide, den Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg, die Stadtwerke Holzminden, den Wasserverband Peine, die Berg und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, den Abwasserverband Gehle-Holpe, die Bad Pyrmont Entsorgung, die Gemeinde Lengede sowie die Städte Sarstedt, Wunstorf und Springe, die Stadtwerke Sehnde und eben auch die Gemeinde Wedemark auf.

„Mir war es wichtig, dass wir uns frühzeitig des Themas ‚zukünftige Entsorgung von Klärschlamm‘ annehmen und uns auf die bevorstehende Änderung bestmöglich vorbereiten“, begründet Bosold das besondere Engagement Langenhagens. Denn nach der neuen Düngeverordnung darf Klärschlamm zukünftig nicht mehr von größeren Kläranlagen als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden wie bisher. Die Rede ist von etwa 30.000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr, die in den jetzt beteiligten Kommunen anfallen. „Zusammen mit den anderen Gründungsgesellschaften haben wir eine gute Lösung erarbeitet: Wir bauen eine eigene Monoklärschlammverbrennungsanlage.“ Diese soll Ende 2024 in Betrieb gehen.

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