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Wedemark Kulturveranstaltung Rotkäppchen und Gugelhupf hatte Erfolg
Umland Wedemark

Mellendorf: Rotkäppchen und Gugelhupf hatten Erfolg

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11:08 11.06.2019
Maria Eilers als Rotkäppchen (von links), Agata Malek, Angela von Mirbach und Susanne Schönemeier waren mit der Kulturveranstaltung zufrieden. Quelle: Stephan Hartung
Mellendorf

Ende Mai war Maria Eilers an insgesamt acht Tagen in den Ortschaften der Wedemark unterwegs. Als Rotkäppchen verkleidet kam sie mit den Menschen in den Diskurs zum Thema Nachbarschaft. Immer dabei: ein Gugelhupf. „Ich habe tolle Gespräche geführt bei Kaffee und Kuchen. Nach meiner letzten Tour habe ich aber gemerkt, dass mein Bedarf nach Gugelhupf vorerst gedeckt ist“, berichtet Eilers und lacht. „Rotkäppchen und der Gugelhupf“ lautete die Kulturveranstaltung der Gemeinde Wedemark. Und nicht nur die Protagonistin zog eine positive Bilanz dieser ungewöhnlichen Aktion.

„Das war ein unkonventionelles Projekt, mit dem wir mit den Menschen ins Gespräch kommen wollten. Wichtig war uns auch, dass Spaß dabei ist und die auftretende Figur für Lockerheit sorgt“, resümierte Angela von Mirbach, Kulturbeauftragte der Gemeinde Wedemark. An acht Tagen zwischen dem 18. und 27. Mai zog Eilers, teilweise begleitet von der Künstlerin Agata Malek als Projektpartnerin, durch die Wedemark und suchte in acht Ortschaften Leute auf. Jeweils nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr – zur besten Kaffeezeit also. „Die Gespräche haben dann in angenehmer Atmosphäre stattgefunden, entweder im Inneren von Haus oder Wohnung am Tisch, manchmal aber auch am Gartenzaun“, sagt Eilers. Pro Tag hatte sie einen Gugelhupf dabei, acht Bäckereien aus der Wedemark hatten jeweils für den Kuchen gesorgt.

Durchschnittlich jeder sechste Versuch, bei Anwohnern zu klingeln, war erfolgreich, sagt Eilers. Inhaltlich bekam sie bei Diskussionen zum Thema Nachbarschaft zu Ohren, wie wichtig diese für die Menschen sei und wie sehr man sich gegenseitig helfe. Jedoch erfuhr das Rotkäppchen auch, dass manche Anwohner ihre Nachbarn nicht mögen – aber Ausreißer gibt es eben immer. Denn in einem Fall wurde zudem das Rotkäppchen offenbar für den bösen Wolf gehalten. „Ich wurde deutlich dazu aufgefordert, sofort das Grundstück zu verlassen.“

Eindeutig überwog aber, dass sich Maria Eilers willkommen fühlte. Dazu passt diese Anekdote: „Bei einer Anwohnerin stand ich mit meinem Gugelhupf vor der Tür. Sie hat sich gefreut, weil sie ohnehin gerade nebenan zu einer Geburtstagsfeier wollte.“ Und schon war das Rotkäppchen als Gast in der Nachbarschaft dabei. Mit Gugelhupf.

Wer von der Kulturveranstaltung nichts mitbekommen oder nicht zu den von Eilers und Malek zufällig besuchten Personen gehört hat, kann darüber in Kürze etwas nachlesen. Denn Eilers hat aus ihrem Erinnerungsprotokoll heraus die wichtigsten Aussagen aus den Gesprächen aufgeschrieben. „Wir sichten jetzt die Ergebnisse und machen daraus ein Heft, das wir am 19. September auf dem Bissendorfer Wochenmarkt verteilen“, sagt von Mirbach.

Von Stephan Hartung

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