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Umland Wedemark Nachrichten Am Farnkamp ist alles unter Dach und Fach
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00:17 06.08.2017
Von Ursula Kallenbach
Gute Nachrichten und einen Plan haben Niklas Daser (von links), Helge Zychlinski und Uwe Lüders beim Ortstermin am Farnkamp in Elze dabei. Quelle: Kallenbach
Elze

„Die Beurkundung für das Grundstück läuft und ist unter Dach und Fach. Das vermelden wir heute neu“, brachte Bürgermeister Helge Zychlinski gestern als Nachricht zu einem Ortstermin dort am Farnkamp mit. Für den Immobilien-Service der Edeka Minden hob Prokurist Niklas Daser hervor, dass das Unternehmen selbst Eigentümer des 8500 Quadratmeter Grundstücks werde. „Das dokumentiert auch unseren Glauben an dieses Vorhaben: Wir gehen selbst ins Risiko“, betonte er. Edeka werde den Bauantrag so schnell wie möglich einreichen.

Die Gemeinde werde den Bauantrag innerhalb weniger Monate bearbeiten, sicherte der Bürgermeister zu; eine Baugenehmigung könne auch parallel erteilt werden. Elze sei ein zentraler Entwicklungsort für die Wedemark, die insgesamt mit Flächen „ausgelutscht“ sei, sagte Zychlinski. In Mellendorf seien die Reserveflächen zusammengeschrumpft. „Elze wird in den nächsten Jahren am stärksten das Bevölkerungswachstum abbilden“, machte er deutlich. Dies sei ein Ort, wo alles realisiert werden könne, was die Grundbedürfnisse der Bewohner bediene. Ärzte, Apotheke, Grundschule, Kindergärten seien vorhanden. Zudem werde in Elze Wohnraum geschaffen, der auch älteren Menschen fußläufige Besorgungen im Ort ermögliche.

Umso dringender hatten Gemeinde und das Unternehmen Edeka, auch der Ortsrat versucht, einem Vollsortimenter in Elze einen Standort zu bieten. Doch eine unendliche Geschichte dazu nahm mit den ersten Überlegungen 2012 ihren Anfang, wie Zychlinski noch einmal rekapitulierte. „Schon 2013 hatten wir gedacht, es könnte losgehen. Doch dann kam das Urteil des Oberverwaltungsgerichts zum Fall Wettmar, dass ein geplanter Vollsortimenter dort – vergleichbar mit Elze – nicht ohne weiteres zulässig sei.“ In der Folge mussten für Elze viele Modelle diskutiert werden, doch wiederholt hatten die Regionalplanung und die Industrie- und Handelskammer Einwände. Noch einmal musste die letzte Planungsvariante aus dem Jahr 2016 dann auf das neue Regionale Raumordnungsprogramm abgestellt werden. „Jetzt hat die Region grünes Licht gegeben“, sagte Zychlinski. Und die Stellungnahme der IHK liege seit Juli vor.

Der Bebauungsplan sieht auf der Landesstraße 190 eine Linksabbiegerhilfe für die Zufahrt in den Farnkamp vor. Dazu werde die Fahrbahn aufgeweitet, berichtete Daser. Fußgänger werden die viel befahrene Straße über eine Mittelinsel queren können. Die Zahlen aus einer Verkehrsuntersuchung gäben jedoch die Einrichtung einer Bedarfsampel nicht her, ergänzte der Bürgermeister.

Das „Gesicht“ des künftigen Marktes wird von der Eröffnung an Uwe Lüders sein, bekannt vom Edeka-Markt Lüders in Wennebostel, der den Elzer Supermarkt gemeinsam mit seinem Sohn Mario betreiben wird. Auf den 1200 Quadratmetern wird ein ebensolches Frische-Sortiment mit vielen regionalen Produkten zu finden sein, Getränke sind im Markt integriert; eine Backstube im Eingangsbereich wird Familie Lüders ebenfalls selbst führen. Der Standort soll Arbeitsplatz für etwa 40 Mitarbeiter werden. Dass an dem Einkaufsplatz auch ein Geldautomat installiert wird, sei so gut wie sicher, stellte Ortsbürgermeister Jürgen Benk in Aussicht.

Diese Wiese ist der Baugrund für Edeka am Farnkamp in Elze. Quelle: Kallenbach

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