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Umland Wedemark Nachrichten Asendorf gibt Schmiede ab
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21:43 01.04.2015
Von Ursula Kallenbach
Foto: So viel Ritual muss sein: Peter Asendorf (links) übergibt Jan Gerd Rhenius den Schmiedehammer.
So viel Ritual muss sein: Peter Asendorf (links) übergibt Jan Gerd Rhenius den Schmiedehammer. Quelle: Ursula Kallenbach
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Wedemark

Etwas Besonderes ist die Betriebsweitergabe, und deshalb haben nachmittags viele Gäste den Übergang mitgefeiert. Der Metalldesigner Asendorf ist als freischaffender Künstler und Kunsthandwerker mehrfach auf Landesebene ausgezeichnet worden. In seiner Werkstatt hat der renommierte Kunstschmied fortlaufend Auszubildende beschäftigt; insgesamt sieben, darunter eine Frau, haben dort gelernt und ihrerseits schon bei Gesellen- und Meisterprüfungen gute Noten und Auszeichnungen erhalten.

Als freier Mitarbeiter werde er demnächst in seiner vorher eigenen Werkstatt dem Nachfolger noch zur Seite stehen, wenn dieser ihn brauchen könne, sagt der nun 65-Jährige. „Brelinger Schmiede“ heißt sie fortan. Schon seit Jahren arbeitet Rhenius in einer Werkstatt direkt nebenan. Nach der verkürzten Lehre bei Asendorf - Rhenius stieg mit Abitur ein - holte er sich als Geselle die ersten Ehren und ließ sich danach zum Hufbeschlagsschmied fortbilden.

Diese Arbeit will er nun zum Schwerpunkt machen. Aber statt wie bisher sich mobil zu den Pferdebesitzern zu begeben, notiert er für die Huftiere demnächst Beschlagtermine in Brelingen. „So kann er als Chef immer vor Ort sein“, sagt Asendorf. Unterstützung erhält Rhenius im Bereich Metallgestaltung von einem ebenfalls ehemaligen Meister aus der Ausbildungsschmiede Asendorf, Steffen Binder.

Übergabe, das ist einerseits ein Verkauf. „Mein Nachfolger erwirbt das Inventar der Schmiede“, verdeutlicht Asendorf. Dazu pachte er die Gebäude weiterhin. Dass die Metallwerkstatt/Schlosserei und Schmiede mitten im Wohngebiet erhalten bleiben können, sichert der Bestandsschutz an den Gebäuden. Auch das aktuelle Zeugnis der Berufsgenossenschaft für den Betrieb bescheinigt: Es darf alles so weitergehen. „Hätte ich den Betrieb aufgegeben, unterläge eine Gewerbeneugründung an der Stelle sicherlich veränderten Bedingungen“, erläutert Asendorf. In anderen Ortsteilen mussten schon viele Betriebe, wenn sie sich vergrößern wollten, an neuen Standorten bauen.

Peter Asendorf singt im Chor und surft und will seine freie Zeit jetzt nutzen, um mit Ehefrau Erika im Wohnwagen Deutschland genauer zu erkunden.

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