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Umland Wedemark Nachrichten Für Negenborner ist der Verkehr untragbar
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10:41 14.03.2018
Von Ursula Kallenbach
Direkt an der Landesstraße kann man sein eigenes Wort kaum verstehen; deshalb diskutieren die Negenborner mit Bürgermeister Helge Zychlinski (zweiter von rechts) und Ortsbürgermeister Peter Reuter (daneben) vor der Kapelle. Quelle: Kallenbach
Negenborn

Die Bürgerinitiative Negenborn macht weiter Druck – nicht für sich, sondern für alle Bewohner Negenborns, die nur im Laufschritt und ungesichert die Ortsdurchfahrten überqueren können. An keiner Stelle im ganzen Dorf finden Fußgänger – Jung und Alt – ungefährdet vom Straßenverkehr einen Übergang über die Landesstraße 383. Besonders für Familien mit Kindern, für Schüler und für ältere Menschen sei der Verkehr unter diesen Verhältnissen untragbar geworden, führte die Initiative jetzt Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski bei einem Ortstermin an der Negenborner Kapelle vor Augen. Und zwar anschaulich. „Ich möchte einfach nur, dass meine Kinder da rüberkommen“, forderte etwa die Initiativensprecherin Angela Janczikowski. Andere Aktivitäten der BI waren, wie berichtet, schon vorausgegangen.

Das Problem seien die hohen Geschwindigkeiten, mit denen Autofahrer aus Richtung Abbensen und, am anderen Ortsende, von Brelingen aus nach Negenborn hineinfahren. Der hochfrequente Schwerlastverkehr durch Kieslaster vor Ort stelle eine weitere, seit Jahrzehnten beklagte Gefahr dar, moniert die Initiative. „Sie wollen Geschwindigkeit herausnehmen und eine Querungshilfe“, fasste Zychlinski die Argumente der Aktiven zusammen.

„Wir ziehen durchaus an einem Strang, auch wir wollen die Landesregierung überzeugen, dass sie handeln muss“, versicherte der Bürgermeister den Teilnehmern des Ortstermins. Es sei verständlich, dass sich das Land immer wieder auf Statistiken stütze, und für diesen Standort seien die Zahlen der Fußgänger und Kraftfahrzeuge nicht so hoch. „Aber das Land hat eine besondere Verantwortung, dass hier ein Rohstoffgewinnungsgebiet liegt", betonte Zychlinski. Denn mit der Genehmigung des Abbaus sei erst der Verkehr in das Dorf gebracht worden. In der Folge gebe es eine Verpflichtung, darauf zu reagieren, machte er klar. „Es ist unzumutbar, dass das ganze Land vom Rohstoffabbau profitiert, die Negenborner dafür aber erheblichen Verkehrsbelastungen und -gefährdungen ausgesetzt sind." Er wolle das Land hier nicht aus der Verantwortung lassen; die Situation sei durchaus anders zu werten als an anderen Landesstraßen.

Der Bürgermeister hatte vor kurzem in der Sache die beiden für die Wedemark zuständigen Landtagsabgeordneten angeschrieben. Noch im Frühjahr werde er mit Editha Westmann (CDU) und Rüdiger Kauroff (SPD) Gesprächstermine haben, stellte er in Aussicht.

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