Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Dackel stirbt vermutlich an Gift
Umland Wedemark Nachrichten Dackel stirbt vermutlich an Gift
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:56 09.04.2015
Von Roman Rose
Gemeinsam mit zehn Helfern schaut Ortsbürgermeister Daniel Leide, ob am Regeldamm vergiftete Brocken ausgelegt worden sind. Rose
Gemeinsam mit zehn Helfern schaut Ortsbürgermeister Daniel Leide, ob am Regeldamm vergiftete Brocken ausgelegt worden sind. Quelle: Roman Rose
Anzeige
Wedemark

Die Nachricht verbreitete sich per Facebook, für Mittwochabend hatte Ortsbürgermeister Daniel Leide zu einer Suchaktion aufgerufen, mit initiiert von Axel Binnebößel. Es trafen sich zehn Kurzentschlossene, um gemeinsam am Regeldamm nach Giftködern zu suchen. Dort soll ein Dackel etwas gefressen haben und daran verendet sein. Mit Einmal-Handschuhen, Sammelbeuteln und Werkzeug ausgerüstet, suchten sie die Seitenräume des Regeldamms ab. Das vorläufige Ergebnis nach rund einer Dreiviertelstunde: Etliches an Müll wie Dosen, Flaschen, ein Fahrradtacho und Plastik, aber keine Spur von vergifteten Ködern. Auch nach Ende der Suche gegen 18.30 Uhr gab es keinen Hinweis auf Giftköder.

Leide berichtete über den Hintergrund der Suche: „Kinder sollen schon in der vergangenen Woche mit dem Dackel auf dem Regeldamm zum See gegangen sein. Später hat das Tier Blut gespien und auch gekotet. Telefonisch hat die Tierärztliche Hochschule den Besitzern gesagt, dass es sich nach deren Schilderung nach einer Vergiftung anhört, für eine Behandlung in der TiHo sei es aber zu spät. Die Halter fuhren dann in eine Tierklinik in Isernhagen, dort war der Hund aber schon so schwach, dass er starb. Den Symptomen nach wurde dort Rattengift als Ursache vermutet. Die Betroffenen wollen keine Anzeige erstatten, ich werde aber noch mal mit ihnen sprechen.“

Obwohl schon einige Zeit seit dem Vorfall verstrichen war, hofften die Teilnehmer, die Leides Aufruf gefolgt waren, etwas zu finden - oder auch nicht, was dann die Annahme eines Hundehassers entkräften würde. Die Empörung war allemal groß, verstehen kann niemand, dass jemand vergiftete Brocken auslegt. „Es ging uns darum, einfach tätig zu werden und festzustellen, ob es irgendetwas zu finden gibt“, resümierte Daniel Leide am Donnerstag.

Ursula Kallenbach 08.04.2015
Sven Warnecke 07.04.2015
Ursula Kallenbach 06.04.2015