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Nachrichten Buslinie 690 fährt wieder in Natelsheideweg
Umland Wedemark Nachrichten Buslinie 690 fährt wieder in Natelsheideweg
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00:16 16.12.2016
Von Roman Rose
Ali Yilmaz von der Region (Mitte) erläutert Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) und Kay Petersen vom Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde die provisorische Wendeanlage.
Ali Yilmaz von der Region (Mitte) erläutert Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) und Kay Petersen vom Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde die provisorische Wendeanlage. Quelle: Roman Rose
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Wedemark

Anfang August war die Brücke über die Autobahn 352 im Zuge des Isernhägener Damms gesperrt worden, weil sie für die 18 Tonnen schweren Busse nicht mehr stabil genug war. Maximal 16 Tonnen Tragfähigkeit traut man ihr noch zu – wenngleich das manche Lastwagenfahrer nicht interessiert. Regiobus kann sich solche Verstöße aber nicht leisten, folglich war die reguläre Route der Linie 690 gekappt. Betroffen waren 20 bis 25 Fahrten täglich.

Allerdings brachte die Sperrung ein weiteres Problem mit sich: Die Busse konnten auch nicht von der Burgwedeler Straße in den Natelsheideweg hinein- und wieder hinausfahren, weil sie dafür dort hätten wenden müssen. Das war in der schmalen Straße aber nicht möglich. In der Folge blieb für die Fahrgäste von dort nur der Fußmarsch bis zur Burgwedeler Straße. Getroffen hat es nicht zuletzt viele Schüler. Für einige, die mehr als zwei Kilometer hätten laufen müssen, hatte die Region einen Taxiservice organisiert.

Das ist nun Vergangenheit: Jetzt stellten Regiobus und Bürgermeister Helge Zychlinski eine provisorische Buswendeanlage vor. Dazu hatte die Gemeinde von der Kirche ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Regiobus ließ 550 Quadratmeter Asphalt als Schleife legen, die am Isernhägener Damm mündet. So klappt jetzt das Wenden. Die Baukosten betragen 60.000 Euro.

Beim Ortstermin war der Asphalt noch heiß und Straßenwalzen mit dem Plätten beschäftigt. Baubeginn war am 22. November gewesen. Es sei nicht einfach gewesen, angesichts ausgelasteter Firmen so kurz vor Jahresschluss noch ein Unternehmen für den Bau zu finden, sagte Ali Yilmaz, bei der Region für den Bau von Verkehrsanlagen zuständig.

Wie lange das Provisorium besteht, kann derzeit niemand sagen. Die Sanierung der Brücke über die A 352 sei Sache des Landes sowie des Bundes und bisher nicht im Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt, sagte Zychlinski. Soll heißen: Das kann dauern. Die Gemeinde ihrerseits werde ihre Hausaufgaben machen und im nächsten Jahr im Zuge des Isernhägener Damms zwei kleine Brücken in ihrer Obhut fitmachen, kündigte er an. Es sind die Bauwerke über den Mühlengraben und den Johannisgraben.