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Umland Wedemark Nachrichten Region baut weitere barrierefreie Haltestellen
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00:15 13.03.2017
Von Roman Rose
Die Region baut demnächst in mehreren Wedemärker Ortsteilen weitere Bushaltestellen barrierefrei aus.
Die Region baut demnächst in mehreren Wedemärker Ortsteilen weitere Bushaltestellen barrierefrei aus. Quelle: Stephan Hartung
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Wedemark

Betroffene Haltestellen in der Wedemark sind Elze/Okerstraße (Ost- und Westseite), Hellendorf/Andersenweg (Westseite), Oegenbostel/Burgstraße (Nord- und Südseite), Plumhof (Ost- und Westseite) und Sprockhof. Der Verkehrsausschuss der Region Hannover berät über die Pläne in seiner Sitzung am 23. März. Die endgültige Entscheidung trifft der Regionsausschuss im April.

Wichtigste Veränderungen an den Haltestellen sind erhöhte Einstiegsbereiche. Die Borde am Fahrbahnrand liegen dann 16 Zentimeter über dem Straßenniveau. So verringert sich der Abstand zwischen Bordsteinkante und Bus und erleichtert das Ein- und Aussteigen. Tasthilfen und Führungselemente im Boden ermöglichen sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung. Vereinzelt sind vergrößerte Wartebereiche, zusätzliche Fahrradabstellplätze oder der Bau neuer Wartehallen geplant. Die Gesamtkosten für den Ausbau in der Wedemark belaufen sich auf rund 186.000 Euro.

Der Haltestellenausbau ist Teil des Aktionsplans „Barrierefreier Linienverkehr“ der Region. Ziel ist es, mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen eine sichere und bequeme Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu ermöglichen. „Von den insgesamt rund 3600 Bushaltestellen in der Region sind bereits 700 barrierefrei“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. „Wir wollen zunächst in jedem Ortsteil einer Kommune mindestens eine barrierefreie Haltestelle anbieten. Anschließend verdichten wir das Haltestellennetz weiter.“

Voraussetzung für die stufenlose Nutzung des Nahverkehrs ist der Einsatz von Niederflurbussen mit sogenannter „Kneeling-Technik“. Dabei wird das Fahrzeug hydraulisch an der Haltestelle abgesenkt. Dies erleichtert insbesondere Fahrgästen mit einer Gehbehinderung oder Gästen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck den Ein- und Ausstieg.