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00:18 30.04.2014
Von Tobias Morchner
„Rein wissenschaftliches Interesse“: Der Schulgarten am Gymnasium Mellendorf. Hier sollen künftig Cannabispflanzen wachsen. Quelle: Alexander Körner
Mellendorf

Schulprojekte wie eine Theater-AG oder einen Unterstufenchor hat inzwischen nahezu jede Lehranstalt zu bieten. Das Gymnasium Mellendorf aber beschreitet jetzt neue Wege. Die Schüler wollen in ihrer Schulgarten-AG Cannabispflanzen züchten. Die zuständige Bundesopiumstelle hat das Experiment mit dem berauschenden Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) bereits genehmigt – jetzt aber hat die Schulleitung die Landesschulbehörde doch noch einmal um Prüfung gebeten.

Zehn Gramm Cannabissaatgut haben sich die Schüler besorgt. Das reicht immerhin für eine Anbaufläche von zwei Quadratmetern. Die Idee hinter dem Anbauprojekt sei eine rein wissenschaftliche, heißt es bei den Behörden. Gemeinsam mit ihren Lehrern, die die Schulgarten-AG betreuen, befassen sich die Siebt- bis Elftklässler mit nachwachsenden Rohstoffen. „Um einen möglichst großen Rahmen zu schaffen und so das Thema von allen Seiten beleuchten zu können, soll neben Raps, Mais, Brennnesseln und Flachs auch Cannabis angepflanzt werden“, sagt Susanne Strätz, die Sprecherin der Landesschulbehörde. Die Schulleiterin wollte sich nicht persönlich zu dem Projekt äußern.

Zum Anbau von Cannabispflanzen, die einen THC-Gehalt von bis zu 0,2 Prozent aufweisen, benötigt man eine Erlaubnis der Bundesopiumstelle in Bonn, einer Abteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel. Die Zucht von Cannabis mit einem höheren THC-Gehalt ist verboten. Unklar ist allerdings, wer nach der erlaubten Aufzucht der Pflanzen mit geringem THC-Gehalt kontrollieren muss, ob tatsächlich auch nur die harmlosen Gewächse ausgesät werden. „Wir übernehmen diese Aufgabe jedenfalls nicht“, sagt Peter Cremer-Schaeffer, der Leiter der Bundesopiumstelle.

Immerhin sorgten die Bonner für Informationsfluss. Die Behörde setzte im aktuellen Fall das Landeskriminalamt Niedersachsen über die geplante Cannabis-Zucht am Mellendorfer Fritz-Sennheiser-Platz in Kenntnis. Das LKA informierte wiederum die Polizeidirektion Hannover über den Fall. Die nimmt das Thema gelassen. „Wir haben zwar die Kollegen in Mellendorf in Kenntnis gesetzt, aber für uns ist das bislang kein relevanter Sachverhalt“, sagt Behördensprecherin Anja Gläser.

Die Nachfragen der HAZ aber haben jetzt doch Diskussionen an dem Gymnasium ausgelöst. Die Schulleitung hat erste Konsequenzen gezogen und das gesamte Projekt vorerst auf Eis gelegt. „Sie wollen eine abschließende schulrechtliche Einschätzung zu dem Fall durch die Landesschulbehörde abwarten“, sagt Behördensprecherin Strätz. Noch ist nicht absehbar, wann die Behörde ein Ergebnis zu dem Mellendorfer Schulprojekt vorlegen wird. So lange bleibt der Schulgarten THC-frei.

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