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Umland Wedemark Nachrichten Mehr als 300 Besucher staunen über ft-Modelle
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00:15 17.05.2017
Von Ursula Kallenbach
Die Ausstellung nimmt das ganze Forum im Schulzentrum in Mellendorf ein. Quelle: kallenbach_u
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Wedemark

Aus Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein hat Holger Bernhardt zu einem Fünfer-Gemeinschaftsprojekt beigetragen, der Ball-Weiterreichmaschine für Tischtennisbälle. Am Freitag ist er in Mellendorf angekommen mit seinen handlich verpackten Bauteilen, und die Zeit bis zur Ausstellung am Sonnabend reichte gut aus bis zur Vollendung des Projekts vor Ort. Pausenlos im Gespräch mit Besuchern, bleibt er nun über Stunden im ft-High-Zustand, spricht von definierten Spezifikationen, wo und in welcher Höhe die Tischtennisbälle im Modell übergeben und angenommen werden müssen.

Ralf Geerken hat seine beiden Laufroboter Hugo und Hermann am Start. Der Negenborner ist der Hauptinitiator und -akteur am Dreh- und Angelpunkt für diese Ausstellung im Forum und für Fischertechnik im Norden. „Allein hätte ich es nicht geschafft“, sagt er. Denn eine von rund 1000 Interessierten unglaublich gut besuchte Modellausstellung der Fischertechnik-Freaks im Richardt-Brand-Heimatmuseum in Bissendorf liegt bereits hinter den Organisatoren, die da sind: der Förderverein für das Heimatmuseum, Ralf Geerken, Dirk Wölffel und Friedrich Thümler.

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Sie allerdings finden sich offensichtlich eingebettet in eine Gemeinschaft, die Nicht-Fischertechnikern bisher verborgen war. Die Besucher sahen Exemplare jahrelanger Experten-Tüfteleien aus Deutschland und den Niederlanden. Karten wurden verteilt von der ftcommunity.de. Die jüngsten Besucher, die noch nicht lesen konnten, brauchten das auch nicht, um fasziniert die Tischtennisbälle aus ihrem Lauf herauszugreifen und wieder einzusetzen. Familien packt das Hobby ebenso wie Einzelne – wohl aber weitaus häufiger Männer als Frauen. Ein langjähriger Aktiver schätzt den Frauenanteil auf 20 Prozent.

Ein nachgebautes Atomium gehörte zu den größten Exponaten, auch eine 4,50 Meter lange Hängebrücke und ein zwei Meter hohes Riesenrad, das die Besucher einlud, die Richtung zum Kuchenbüfett einzuschlagen. Die Einnahmen und Spenden verwendet der Verein zur Förderung des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark nun für seine Arbeit.

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