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Umland Wedemark Nachrichten Erst formaler Schritt, dann Pfad ins Moor
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16:56 25.11.2014
Von Ursula Kallenbach
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Wedemark

Nach der bestehenden Fassung der Naturschutzgebietsverordnung Otternhagener Moor gibt es keine Möglichkeit, einen Moorerlebnispfad einzurichten. „Es ist nicht erlaubt, ins Moor hineinzugehen“, bestätigt Regionssprecher Klaus Abelmann. Daher würden jetzt mit der Änderung die Verbotstatbestände textlich so gefasst, dass ein solcher Weg angelegt werden kann. Auch Info-Schilder sollen genehmigt werden. Wenn der formale Akt erledigt ist, könne 2015 mit den Arbeiten begonnen werden, kündigt Abelmann an. Einen besonderen Bedarf für einen Erlebnispfad sieht die Region vordringlich rund um den Ort Resse. Vom Moorinformationszentrum (Mooriz) aus können auf Wanderungen und bei Fahrradtouren das Helstorfer und Otternhagener Moor, das Schwarze Moor bei Resse und das Bissendorfer Moor angesteuert werden.

Das gezielte Betreten und Moor-erleben sei 1996 beim Erlass der Verordnung noch kein absehbarer Bedarf gewesen, erläutert der Sprecher. Inzwischen seien aber das Mooriz und das laufende Projekt zur Renaturierung der Hannoverschen Moorgeest entscheidende neue Faktoren. Besucher, die sich in der Moor-Dauerausstellung im Mooriz informieren, seien auch stark daran interessiert, die Moorlandschaft selbst zu erleben. 2012 hatte die Region bereits ein Gutachten anfertigen lassen, um solche Moorbegehungen zu ermöglichen, ohne dass Schutzgebiete gestört würden. In dem als unbedenklich eingestuften Bereich wurden im ersten Schritt geführte Moorwanderungen erlaubt. Als nächstes soll der Zugang für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Die Wege werden gekennzeichnet und Info-Tafeln aufgestellt.

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