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Nachrichten Einbrecher müssen immer öfter aufgeben
Umland Wedemark Nachrichten Einbrecher müssen immer öfter aufgeben
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18:29 08.03.2016
Von Ursula Kallenbach
Der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Kai-Uwe Bebensee, und Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz sind mit den Erfolgen ihrer Arbeit zufrieden.
Der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Kai-Uwe Bebensee, und Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz sind mit den Erfolgen ihrer Arbeit zufrieden. Quelle: Kallenbach
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Wedemark

Im landesweiten Trend mit deutlicher Zunahme der Wohnungseinbrüche hält die Wedemark klar dagegen. Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz und der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Kai-Uwe Bebensee, mochten die polizeiliche Kriminalstatistik 2015 für ihren Bereich zu diesem Delikt jetzt gern vorlegen. Statistisch wurden nur vier Taten mehr (fünf Prozent) verübt, 79 Fälle. „Es gibt darin aber eine erfreulich hohe Steigerung, was die Versuche angeht", belegt Waschkewitz. 2013 lag der Anteil der gescheiterten oder gestörten Versuche bei 25 Prozent, 2014 bei 36 und 2015 bei 38 Prozent. Erfreulich, weil offenbar immer mehr Hausbesitzer technisch aufrüsten, Aufklärungsaktionen der Polizei wahrnehmen und in die Tat umsetzen. Zudem hat sich auch die Aufklärungsquote bei diesen Delikten von 19 auf über 26 erhöht. Die Mellendorfer Polizeiführung sieht darin auch den Erfolg gebündelter Arbeit von Spezialisten; diese zentrale Einheit der Polizeiinspektion Burgdorf bearbeitet Wohnungseinbruchsdiebstähle auch aus der Wedemark seit 2013 bei der Polizei Langenhagen.

„Jeder Wohnungseinbruch ist uns einer zu viel", betont Waschkewitz. Prävention für Wohnungseinbrüche will die Mellendorfer Polizei daher auch auf der Wedemärker Wirtschaftsmesse im Juni betreiben und dort eine andere Erfolgsgeschichte ebenfalls fortsetzen: das Fahrradcodieren. 2015 konnte die Polizei Mellendorf zu nahezu jedem dritten Fahrraddiebstahl den Täter feststellen. Die Aufklärungsquote ließ sich von 14 (im Jahr 2014) auf 30 Prozent steigern, ein Erfolg auch der eindeutigen Zuordnung codierter Räder zu den Besitzern. „Wir machen in jedem Fall weiter damit", versichert Waschkewitz.

Auto weg – zehn Total-Kfz-Diebstähle wurden 2015 in der Wedemark angezeigt. „Nur", sagt die Polizeispitze, denn im Jahr davor waren es 16. Schwere Diebstähle an oder aus Autos bleiben ein krimineller Dauerbrenner. Da werden fest eingebaute Teile aus- oder abgebaut, Navis, Airbags, Spiegeleinsätze, oder es werden Scheiben eingeschlagen und abgelegte Handtaschen oder Handys mitgenommen – 71 Fälle, die der Polizei bekannt wurden. Eine zentrale Ermittlungsgruppe in der PI Burgdorf übernimmt auch davon einen Teil zur Ermittlung.

Fast die Hälfte aller Straftaten machen mit 41 Prozent die Eigentumsdelikte aus. „Sie sind aber deutlich zurückgegangen im Berichtsjahr", stellt Bebensee fest. 524 Taten, das sind 14 Prozent weniger Diebstähle. Und: „Jede dritte Tat konnte aufgeklärt werden, eine erfreuliche Entwicklung".

Auch Jugendliche und Kinder klauen oder tauchen mit anderen Delikten auf; sie machen einen Anteil von neun (14- bis 17-Jährige) und 2,7 Prozent (strafunmündige Kinder) an den insgesamt festgestellten 519 Tatverdächtigen in der Wedemark aus. „Der Anteil der Jugenddelikte ist aber deutlich zurückgegangen", betont die Polizei.

Die höchsten Aufklärungschancen hat die Polizei bei den Delikten der Körperverletzung. Die Tatzahlen sind der Polizei zufolge erfreulich zurückgegangen: von 126 Fällen (2014) auf 104. „Das sind überwiegend Beziehungstaten, Täter und Opfer kennen sich", verdeutlicht Bebensee. Eine gleichbleibend hohe Aufklärungsquote von 93 Prozent resultiere daraus.

100 Prozent: Alle Rauschgiftdelikte (91 Taten) konnten von der Polizei geklärt werden. Intensive Ermittlungen der Polizei machen auch Waren- und Warenkreditbetrug – im Internet – für die Täter riskant: 81 Prozent der Fälle kamen zum Staatsanwalt.

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