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Nachrichten Vogelgrippe beschäftigt Züchter
Umland Wedemark Nachrichten Vogelgrippe beschäftigt Züchter
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20:53 30.11.2014
Von Ursula Kallenbach
Die Vereinsmeister und Organisatoren sind zufrieden mit der Ausstellung.
Die Vereinsmeister und Organisatoren sind zufrieden mit der Ausstellung. Quelle: Ursula Kallenbach
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Wiechendorf

Der Vorsitzende der Rassegeflügelzuchtvereinigung (RGZV) Wedemark, Jürgen Brunngräber, hat seine eigene Meinung zur Vogelgrippe. Und wenn man ihm so zuhört, wird deutlich, wie groß der Frust der Geflügelzüchter über die Sicherheitsmaßnahmen ist, die die Behörden dieser Tage treffen. Gerade zu Zeiten großer Ausstellungen werde der Virus im Zusammenhang mit Vogelflug zur Bedrohung erklärt, sagte Brunngräber. Dabei seien es doch häufig geschwächte Zugvögel, die das Virus in sich trügen und tot aufgefunden würden. Ginge es nach Brunngräber, müsste das die Geflügelzüchter nicht beeinträchtigen: „In geschlossene Großställen mit 30 000 bis 40 000 Tieren kommen doch Zugvögel überhaupt nicht hinein, nicht einmal Besucher.“

Das aber sehen die Behörden, darunter die Region Hannover, dezidiert anders. Sie hatte am Freitag verfügt, dass Geflügelhalter in vier Gebieten innerhalb der Region ihr Federvieh in die Ställe bringen müssen. Betroffen sind Areale am Steinhuder Meer, am Altwarmbüchener See, in der Leinemasch bei Laatzen-Rethen sowie an der Leine südlich von Neustadt.

„Solange ich denken kann, ist bei kleinen Rassegeflügelzüchtern nichts aufgefallen“, betont Brunngräber. Er ist selbst seit vier Jahrzehnten als Wertungsrichter auf ungezählten Ausstellungen unterwegs. „Jeder Züchter, der ausstellen will, gibt sich Mühe, die Tiere optimal zu halten und Krankheiten zu vermeiden.“ In der Wedemark müssen Züchter und Geflügelhalter ihre Tiere zurzeit noch nicht in Ställen unterbringen.

Bei der Ausstellung in Wiecherndorf gab es es jedenfalls viel zu sehen: Die Wedemärker Züchter mit 110 Mitgliedern – davon gehören neun der Jugendgruppe an – haben erneut mehr als 50 Aussteller auf die Beine gebracht. Die Besucher konnten 300 Tiere sehen – ein Querschnitt durch Gänse-, Enten-, Hühner- und Taubenrassen.

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