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Wedemark Im Forst Rundshorn gilt jetzt Tempo 70
Umland Wedemark

Neue Schilder in der Wedemark: Im Forst Rundshorn gilt jetzt Tempo 70

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16:00 29.09.2019
Die schmalen Straßen durch den Forst Rundshorn werden derzeit von auswärtigen Verkehrsteilnehmern genutzt. Sie werden von Navigationsgeräten geleitet, wenn sie den Stau auf der Autobahn 7 umfahren. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
Wedemark

Mitte August hatte die Gemeinde Wedemark ein Tempolimit bei der Region Hannover für die schmalen Straßen durch den Forst Rundshorn – die Kreisstraßen 108, 109 und 110 – angeordnet. Seit Donnerstag stehen insgesamt neun Schilder entlang den Strecken. Dies berichtet Regionssprecher Klaus Abelmann. Autofahrer dürfen dort nun auch nicht schneller als 70 Stundenkilometer fahren.

Diese Entscheidung sei „aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens und der Breite der Straßen“ gefallen, sagte damals Jürgen Auhagen, Leiter des Fachbereichs öffentliche Ordnung im Wedemärker Rathaus. Autos, die den täglichen Stau wegen der Bauarbeiten auf der A­ 7 umfahren wollten, wurden in den vergangenen Monaten von ihren Navigationsgeräten oftmals über die engen Straßen durch den Wald geleitet. Bei Gegenverkehr kommen Fahrzeuge jedoch nur schwer aneinander vorbei. Die Polizei verzeichnete mehrere kleinere Unfälle, unter anderem einen sogenannten Spiegelklatscher. Die SPD Wedemark hatte deshalb schon länger auf ein Tempolimit gedrungen und sogar maximal 50 Stundenkilometer gefordert.

Blitzeranhänger soll nicht nur entlang der L 190 stehen

Für die Anordnung gibt es keine zeitliche Begrenzung. Das heißt auch, dass Autofahrer dort nach dem Ende der Bauarbeiten auf der A 7 nicht schneller als 70 fahren dürfen. Die Kosten übernimmt komplett die Region Hannover. Die Höhe kann Abelmann jedoch noch nicht beziffern.

Positioniert die Gemeinde künftig den eigenen Blitzeranhänger auch an diesen Straßen? Gemeindesprecher Ewald Nagel bleibt in seiner Antwort vage. Er kündigt nur an, dass das mobile Messgerät alsbald auch woanders stehen werde. Bisher habe die Verwaltung das Gerät schwerpunktmäßig an der Landesstraße 190 positioniert.

Lastwagen nutzen die Straßen durch den Forst Rundshorn – trotz Fahrverbots. Quelle: privat

Lastwagenfahrer ignorieren Fahrverbot

Auch schwere Lastwagen nutzen die Straßen durch den Forst immer wieder, um abzukürzen – trotz eines Fahrverbots. Dies beobachtete eine Leserin kürzlich in Höhe des Trimm-dich-Pfads. An ihr seien mehrere 40-Tonner vorbeigerauscht. Nagel bestätigt auf Nachfrage, dass die Lkw-Fahrer die Strecke widerrechtlich nutzen.

„So etwas ist immer ein Ärgernis, konterkariert es doch die Bemühungen, den Umleitungsverkehr der A 7 in verträgliche Bahnen zu leiten“, sagt Nagel. Der Fachbereich Ordnung und Soziales im Rathaus wolle sich mit der Polizei verständigen und besprechen, ob auf den Strecken mehr Kontrollen möglich sind. Allerdings stelle sich die Frage, ob sich auswärtige Fahrer davon abschrecken ließen. Die Gemeinde habe keine Kapazität, „dort Straßenposten aufzustellen“.

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