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Wedemark Umstrittenes Gewerbe am Neuen Hessenweg in Gailhof: So geht es jetzt weiter
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Umstrittenes Gewerbe am Neuen Hessenweg in Gailhof: So geht es jetzt in der Wedemark weiter

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15:35 03.01.2020
Bei den Bürgern nicht unumstritten: Auf diesen Flächen zwischen Gailhof und Meitze möchte die Gemeinde Wedemark am Neuen Hessenweg ein Gewerbegebiet entwickeln. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
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Gailhof

Die Frist zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zur geplanten Gewerbeansiedlung westlich des Neuen Hessenwegs in Gailhof ist Mitte Dezember verstrichen. Aktuell wertet die Gemeindeverwaltung die eingegangenen Fragen, Anregungen und Kritiken aus. Insgesamt erreichten das Wedemärker Rathaus 37 Schreiben – elektronisch oder per Post, berichtet Gemeindesprecher Ewald Nagel jetzt. „An alle Absender wurden noch vor Weihnachten Eingangsbestätigungen versendet.“

Die Mitarbeiter fassen nun alle Ergebnisse der Beteiligung zu einer Bewertung zusammen und sie werden für eine mögliche Schlussfolgerung vorbereitet, heißt es aus dem Rathaus. „Diese fließen dann in einem weiteres Schritt in das Verfahren ein“, berichtet Nagel. Erst dann gebe es die weiteren Planungsschritte. Wie lange die Auswertung der Beiträge dauere, ist offen.

Bürger protestieren gegen Vorhaben

Die Gemeinde will auf einer knapp 20 Hektar großen Fläche Gewerbebetriebe ansiedeln. Im Norden sollen logistiknahe Unternehmen Platz finden, im südlichen Abschnitt des Areals sollen Bauflächen für kleine und mittelständische Betriebe entstehen. Dagegen hat sich Protest in der Bevölkerung formiert. Eine gegründete Bürgerinitiative kämpft gemeinsam mit dem Verein Bürger für eine lebenswerte Wedemark (BLW) gegen das Vorhaben. Zudem kritisierten sie zuletzt, dass es im bisher laufenden Verfahren für die Bürger keine ausreichende Unterrichtung in Sachen alternativer Planungsflächen gegeben habe. Die Verantwortlichen kündigten an, im neuen Jahr ein Gespräch zu organisieren – mit Bürgern sowie den wichtigsten Vertretern aus Ortsrat, dem zuständigen Bauausschuss, Gemeinderats, Verwaltung und Fraktionen.

Die Verwaltung dementierte indes Gerüchte um bereits bestehende Verträge. „Nein, wir haben keine vertragliche Bindung mit Grundstückseigentümern oder potenziellen Investoren, die uns zwingt, die Entwicklung des Gebietes voranzutreiben. Derartige Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage“, sagte Nagel im Dezember. Die Gemeinde will nicht aufhören, die Planungen für die Fläche fortführen. „Es gibt für die Verwaltung keinen Grund, das Verfahren zu diesem Zeitpunkt zu beenden, der Aufstellungsbeschluss hat nach wie vor Gültigkeit“, betonte Nagel.

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