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Wedemark CDU sagt Schotter in Gärten den Kampf an
Umland Wedemark

Wedemark: CDU sagt Schotter in Gärten den Kampf an

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15:20 19.05.2019
In der Gemeinde Wedemark sollen Schottergärten künftig untersagt werden. Quelle: Sven Warnecke
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Wedemark

Schottergärten gelten als pflegeleicht und werden darum immer beliebter. Allerdings ist diese Form der Gartengestaltung der Artenvielfalt nicht gerade zuträglich, heißt es. Nach der Niedersächsischen Landesregierung will nun auch die Wedemärker CDU-Fraktion gegen diesen Trend vorgehen. Mittels Antrag, der am Montag, 20. Mai, in den Rat eingebracht wird, fordern die Christdemokraten, dass Schottergärten in jedem Bebauungsplan und in jeder Gestaltungssatzung thematisiert – und zumindest im Vorgartenbereich verboten werden sollen.

Schottergärten sind schlecht für die Artenvielfalt

Für bereits vorhandene Gärten gilt aber Bestandsschutz, betont Susanne Brakelmann von der CDU jetzt bei der Vorstellung des Antrags. Und weiter: „Immer wieder erreichen uns Studien, die das Aussterben vieler Pflanzen- und Tierarten prognostiziert“, erläutert sie. Viele Arten in Flora und Fauna gelten danach als bedroht. „Dabei geht es nicht nur um exotische Arten kaum bekannter Individuen in weit entfernten Ländern dieser Erde, sondern auch um Lebewesen in unserer Heimat“, sagt Brakelmann. Dabei spielen etwa Insekten eine wichtige Rolle. Sei es durch ihre Arbeit als Bestäuber oder als Nahrung für Vögel und Säugetiere. „In Schottergärten finden Tiere keine Nahrung, sie sind eine Wüste in unserer Welt.“

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Brakelmann und CDU-Fraktionschef Rudi Ringe sind sich einig, dass mit diesem Beschluss die Wedemark einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten kann. Den beiden Christdemokraten schwebt zudem vor, dass der Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde die Bürger über die negativen Auswirkungen der Schottergärten aufklären und Anregungen zur naturnahen Gestaltung von Gärten geben könnte. Die öffentliche Ratssitzung beginnt um 20 Uhr im Bürgerhaus Bissendorf. Nachdem der Antrag eingebracht worden ist, soll dieser in der Folge im zuständigen Ausschuss Planen, Bauen, Umweltschutz beraten werden.

Von Sven Warnecke

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