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Wedemark Elze: Ende 2020 können Senioren in den Convivo Park einziehen
Umland Wedemark

Wedemark: Ende 2020 können Senioren in Elze in den Convivo Park einziehen

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18:13 29.10.2019
Legen gemeinsam Hand an: Convivo-Markenbotschafter Andreas Weber (von links), Projektentwickler Heinz Klopper, Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski, Architekt Thomas Grell und Bauleiter Piers Lovell. Quelle: Sven Warnecke
Elze

Aktuell ist fast nur eine tiefe Grube zu sehen – doch nun soll alles ganz schnell gehen auf der Alten Festwiese in Elze. Die Bremer Unternehmensgruppe Convivo errichtet dort für fast 20 Millionen Euro einen Wohnpark für Senioren. Die künftigen Bewohner sollen Ende 2020 einziehen können. Das ist nun am Rande der feierlichen Grundsteinlegung bekannt geworden.

Auf dem ehemaligen Gelände der alten Festwiese entsteht auf mehr als 11.000 Quadratmetern das Projekt Sorglos-Wohnen für Senioren mit Pflege und Betreuung rund um die Uhr. Außer 14 barrierefreien Bungalowhälften mit Terrasse und Autostellplätzen gibt es 48 Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss des Hauptgebäudes. Zudem entstehen es dort im Erdgeschoss zwei Gemeinschaften mit je zwölf Apartments samt Terrasse. Auch eine Tagespflege mit Platz für 15 Gäste und eine Cafeteria sind Teil des Konzepts in Elze.

Künftige Bewohner kommen zumeist aus der Umgebung

Seit kurzer Zeit intensiviert die Unternehmensgruppe auch die Werbung für die Immobilie, heißt es von Firmensprecher Andreas Weber. Eine Informationsveranstaltung zu dem Projekt sei auf großes Interesse gestoßen. „Ich glaube aber nicht, dass Elze die Kapazität hat, das Gebäude zu füllen“, merkte Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski bei der Grundsteinlegung an. Diverse Interessenten, die sich im Rathaus gemeldet hatten, seien aber an Convivo weitergeleitet worden. Weber berichtet von Erfahrungswerten seines Unternehmens, dass die künftigen Bewohner einer derartigen Anlage aus einem Umfeld von 10 bis 15 Kilometern kommen. „Man macht sich altersfest, hat aber noch die Kinder in der Nähe, erläutert der Sprecher.

Eine der neuen Bewohnerinnen könnte etwa Imme Bosse sein. Sie hat sich bereits vor circa einem Jahr für eine Wohnung vormerken lassen, berichtet sie dieser Zeitung. Zurzeit wohnt die 81-Jährige noch in Oegenbostel – und bestätigt die Aussage Werbers. „Denn so behalte ich meinen Freundeskreis“, betont Bosse wegen der räumlichen Nähe. Zudem sei das Projekt angesichts der Kombination aus Wohn- und Pflegeeinrichtung für sie und ihren Mann nahezu ideal.

Versprechen bei der Grundsteinlegung: Bereits Ende 2020 sollen in Wedemark-Elze Senioren in den neuen Convivo-Wohnpark einziehen.

Zychlinski: Projekt macht die Gemeinde lebenswert

„Für unsere Gemeinde ist es wichtig zu fragen, wie wir in Zukunft leben wollen“, hob Zychlinski hervor. Vor allem sei auch die Frage zu klären, was altersgerechtes Wohnen bedeute. Eine so umfassende Wohnanlage für Senioren sei darauf die richtige Antwort. „Der Ort Elze und die ganze Wedemark werden durch ein solches Projekt noch lebenswerter und zukunftsfähiger“, ist sich der Bürgermeister sicher und spricht von einem „Leuchtturm“. Zwar gebe es in der Gemeinde bereits diverse Einrichtungen für Senioren, aber eben nicht in dieser Kombination, meinte er.

Gemeint ist in der Tat die Möglichkeit, zwischen selbstständigem und betreutem Wohnen sowie ambulanter Pflege in letztlich einem Objekt zu wählen. Diese Kombination ist nach Bekunden Webers auch für Convivo neu. „Das ist auch für uns ein besonderes Projekt“, unterstrich er. Die Bremer Unternehmensgruppe ist nach eigenen Angaben bereits seit mehr als 25 Jahren im Pflegesektor aktiv. Sie betreibt 100 Pflegeeinrichtungen, Wohngemeinschaften, ambulante Pflegedienste, Anlagen für Servicewohnen und auch alternative Wohnformen für Senioren.

Vertrag regelt Nutzung der Grünanlage

Projektentwickler Heinz Klöpper erinnerte an die lange Phase zwischen Bewerbung, Planung und Realisierung. Sie dauerte immerhin rund zweieinhalb Jahre. Doch seit etwa drei Wochen wird sichtbar, dass auf der Festwiese etwas passiert. Er nutzte auch die Gelegenheit, der Gemeindeverwaltung für „die vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zu danken.

Zychlinski zerstreute am Rande der Grundsteinlegung auch Befürchtungen einiger Elzer, dass sie die geplante Grünfläche auf dem Areal künftig nicht mehr nutzen könnten. Das sei vertraglich zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen im Vorfeld entsprechend geregelt worden, betonte der Verwaltungschef auf Anfrage.

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Von Sven Warnecke

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