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Wedemark FDP fordert Radweg von Scherenbostel nach Wiechendorf
Umland Wedemark FDP fordert Radweg von Scherenbostel nach Wiechendorf
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15:50 08.11.2018
Hier soll der Radweg entlang laufen, finden (von links) Gerhard Kier, Christiane Hinze, Thomas Siekermann und Erik van der Vorm von der FDP. Quelle: Gabriele Gerner
Scherenbostel/Wiechendorf

„Die Radfahrer brauchen einen Radweg zwischen Scherenbostel und Wiechendorf“, sagt Erik van der Vorm und fordert dessen raschen Ausbau entlang der Kreisstraße 102. Unterstützt wird der FDP-Ratspolitiker dabei von seiner Fraktion, der Gemeinde und seinen Parteifreunden in der Region.

Bereits vor gut einem Jahr hatte der Ortsrat Scherenbostel, dem van der Vorm angehört, den Ausbau des Radweges zwischen Scherenbostel und Wiechendorf einstimmig beschlossen. Die Gemeindeverwaltung hatte sich damals unmittelbar danach bei der Region Hannover als Trägerin des Ausbaus für eine Verlängerung der Radwegeplanung von Resse über Wiechendorf nach Scherenbostel eingesetzt. „Da der Radweg zwischen Resse und Wiechendorf nun im Jahr 2020 kommen soll, wäre es nur logisch, den Lückenschluss zwischen Wiechendorf und Scherenbostel zu vollziehen“, sagt auch Thomas Siekermann von der Regions-FDP.

Doch die Region winkt ab: Der Ausbau des Radweges zwischen Wiechendorf und Scherenbostel muss warten. Mit dem Bau sei nicht vor dem Jahr 2025 zu rechnen, sagte Conrad Finken von der Region Hannover auf der Ortsratssitzung im Oktober. „Von Wiechendorf nach Scherenbostel gibt es einen parallel laufenden Wirtschaftsweg, der bereits im Rahmen des Freizeitroutennetzes für den Radverkehr beschildert ist und eine gute Oberflächenqualität in Asphalt aufweist“, heißt es zudem in einem Schreiben der Region an Bürgermeister Helge Zychlinski. Gemeint ist der 1,5 Kilometer lange Weg entlang des Fuhrenkamp, der nördlich der Resser Straße entlang läuft. In dem Brief vom 22. Oktober argumentiert die Region, der Umweg von 800 Metern sei den Radfahrern zuzumuten. Van der Vorm lässt das nicht gelten: „Der Wirtschaftsweg verläuft weitestgehend durch Waldgebiete – viel zu gefährlich für Frauen und Kinder.“

Weiter heißt es in dem Schreiben, der Alltagsradverkehr habe bei der Planung Vorrang vor dem Freizeitradverkehr. „Das ist keine reine Freizeitstrecke“, widerspricht Regionsabgeordnete Christiane Hinze. „Viele Wedemärker fahren mit dem Rad zur S-Bahn-Station Bissendorf, um von dort zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.“ Gerhard Kier, verkehrspolitischer Sprecher der Regions-FDP, ergänzt: „Auch das MOORiZ in Resse würde von dem Ausbau profitieren. Dann könnten Besucher von Bissendorf aus die ganze Strecke bis zum Moorinformationszentrum auf gut ausgebauten Radwegen fahren.“

Empört zeigen sich die Politiker über die Prioritäten der Region. „Im kommenden Jahr wird der völlig tadellose Radweg zwischen Bissendorf und Scherenbostel, der erst vor drei Jahren asphaltiert worden ist, für 400.000 Euro um einen Meter verbreitert und neu bebaut“, sagt van der Vorm. Eine Regionssprecherin bestätigt die geplante Grundsanierung: „Der Radweg zwischen Bissendorf und Scherenbostel war in einem sehr schlechten Zustand. Um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, wurde eine dünne Asphaltdecke auf dem vorhandenen Radweg aufgebracht. Aufgrund des schlechten Untergrundes ist nicht damit zu rechnen, dass der Radweg lange den aktuell guten Zustand beibehält“, sagt Carmen Pförtner. Bei der geplanten Sanierung soll der Weg auf das heute übliche Maß von 2,50 Meter verbreitert werden. „Die Verbreiterung eines vorhandenen Radweges ist aus planungsrechtlicher Sicht einfacher umzusetzen als ein Radwegneubau, da der Eingriff in Natur und Landschaft in der Regel nicht so hoch ist“, erklärt die Sprecherin.

Der Regionsabgeordnete Gerhard Kier hält dagegen: „Das Geld könnte man umwidmen und damit einen großen Teil des neuen Radwegs finanzieren.“ Doch die bereits beantragten und bewilligten Fördermittel für die Radwegverbreiterung können laut Pförtner nicht auf ein anderes Projekt übertragen werden.

Von Gabriele Gerner

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