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Wedemark Freiwilligenagentur erhält Qualitätssiegel
Umland Wedemark

Wedemark: Freiwilligenagentur erhält Qualitätssiegel

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14:27 23.01.2021
Bürgermeister Helge Zychlinski und Anne Kracke von der Freiwilligenagentur Wedemark freuen sich über die Anerkennung, die nun ein Schild am Eingang sichtbar macht.
Bürgermeister Helge Zychlinski und Anne Kracke von der Freiwilligenagentur Wedemark freuen sich über die Anerkennung, die nun ein Schild am Eingang sichtbar macht. Quelle: Ewald Nagel (Gemeinde Wedemark)
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (Bagfa) hat nach eingehender Prüfung der Freiwilligenagentur Wedemark ihr Qualitätssiegel verliehen. Davon zeugt ein neues Schild neben der Eingangstür.

Bundesarbeitsgemeinschaft lobt das innovative Konzept

„Es ist schön zu sehen, dass die hervorragende Arbeit unserer Freiwilligenagentur auch bundesweit gewürdigt wird“, sagte Bürgermeister Helge Zychlinski, als er nun zusammen mit Anne Kracke, Mitarbeiterin der Freiwilligenagentur, das Qualitätssiegel „Erfolgreich arbeiten in Freiwilligenagenturen“ im Eingangsbereich platzierte. Immerhin habe man erhebliche Ressourcen zur weiteren Verbesserung des Angebotes eingebracht. Gerade der Ausbau der ehemaligen Berthold-Otto-Schule für diese Nutzung sei ein Meilenstein gewesen, der die Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit noch weiter optimiere.

„Die Freiwilligenagentur Wedemark setzt in einem ländlichen Raum ein innovatives Konzept der lokalen Engagementförderung um“, heißt es anerkennend im Gutachten der Bundesarbeitsgemeinschaft. Dabei wird der Wedemark Vorbildcharakter bescheinigt: Besonders der Empowerment-Ansatz findet Erwähnung, er sei beispielhaft für Agenturen im ländlichen Raum und deren Förderung. Unter die Lupe nahm die Bagfa die Einrichtung in der Wedemark in den Kategorien Angebote für Freiwillige, Projekte und Kooperationen, Interessenvertretung, Organisation und Finanzierung. „Wir haben uns sehr über die Einschätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft gefreut“, sagt Daniel Diedrich, Leiter der Freiwilligenagentur. „Wir wurden wirklich auf Herz und Nieren geprüft.“

„Erkenntnisse werden unseren Angeboten zugute kommen“

Es sei schwierig gewesen, alle Fragen zu beantworten, die gestellt wurden, weil man in vielen Bereichen anders arbeite als andere Freiwilligenagenturen, berichtet Anne Kracke. „Das liegt zum einen daran, dass der ländliche Raum eben anders funktioniert, als der städtische, zum anderen aber auch daran, dass die Bevölkerung der Wedemark überdurchschnittlich stark engagiert ist und deshalb auch andere Formen der Unterstützung benötigt.“

Kracke und Diedrich sind sich aber sicher: Der Aufwand habe sich klar gelohnt. „Wir mussten intensiv über unsere Strukturen nachdenken und konnten so unsere Prozesse auf den Prüfstand stellen“, erläutert Anne Kracke. „Diese Erkenntnisse werden unserer Freiwilligenagentur und den Angeboten im Mehrgenerationenhaus zugute kommen“, ergänzt Diedrich. „Wir haben gute Ansätze gefunden, immer noch besser zu werden.“

„Es ist toll zu sehen, wie gut das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt hier bei uns funktioniert und zu welch großartigen Ergebnissen diese Kooperation führt“, sagt Bürgermeister Zychlinski. Die Gemeindeverwaltung könne aber nur für möglichst gute Bedingungen sorgen – und das täten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiwilligenagentur wirklich herausragend. „Mit Leben gefüllt wird das Angebot aber schlussendlich durch die engagierten Menschen in der Wedemark.“

Von Frank Walter