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Wedemark Gemeinde investiert knapp 8 Millionen Euro in Anbau auf dem Campus W
Umland Wedemark

Wedemark: Gemeinde investiert knapp 8 Millionen Euro in Anbau auf Campus W

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17:49 01.10.2019
Susanne Bischoff aus der Verwaltung stellt Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Pläne für den Anbau auf dem Campus W vor. Quelle: Julia Gödde-Polley
Wedemark

Die Planungen für den Anbau auf dem Campus W werden konkreter: Erstmals hat die Gemeinde Wedemark Skizzen und Visualisierungen für den Neubau, der an den Flügel des Gymnasiums angebaut wird, präsentiert. Die Verwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von knapp 8 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen noch vor Weihnachten beginnen und – Stand jetzt – voraussichtlich im Januar 2021 beendet sein. „Wir gehen mal von Ostern aus“, fügte Susanne Bischoff, Leiterin des Teams Hochbau im Rathaus, an. Sie präsentierte die Entwürfe gemeinsam mit Bürgermeister Helge Zychlinski Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der bei einem Besuch einen Rundgang durch das Schulzentrum machte.

Eintrag ins Goldene Buch und ein Rundgang über den Campus W: Bei seinem Besuch sieht Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne unter anderem die Pläne für den Anbau der Gebäude.

Der Erweiterungsbau ist dreistöckig geplant. In dem Gebäude soll es insgesamt zehn zusätzliche Klassenräume und einen Mehrzweckraum unter anderem für Konferenzen geben. Zwei Jahrgänge des Gymnasiums sollen dann dort untergebracht sein, damit soll das Jahrgangsprinzip wieder praktiziert werden. Bisher sind die Klassen über das Gebäude verteilt und nicht auf einem Flur. Der Neubau ist nach Auskunft der Gemeinde nötig, weil aktuell Räume auf dem Campus W fehlen. Die Situation wird durch die Wiedereinführung von G 9 und der Oberstufe an der IGS verschärft. Der zwölfte Jahrgang des Gymnasiums ist beispielsweise in den Teil der Realschule ausgelagert, sagte Schulleiter Udo Gremke.

Inklusion bei Anbau berücksichtigt

Die Architekten Höhlich und Schmotz haben den Anbau konzipiert. Bei dem Entwurf habe es eine enge Kooperation mit der Schule gegeben, berichtete Bischoff. Der Klinkerbau erhalte einen „hohen technischen Standard“. Ein Klassenraum pro Etage soll akustisch besonders ausgestattet werden – für hörschwache Kinder. Auch sonst wurde das Thema Inklusion bei den Entwürfen berücksichtigt. Im dritten Stock haben die Planer ein Pflegebad mit einer höhenverstellbaren Pflegeliege vorgesehen. In diesem Raum können dann Inklusionskinder beispielsweise gewickelt werden. Zudem gibt es Toiletten, die geschlechterneutral konzipiert sind.

Und aus einem Versäumnis hat die Gemeinde gelernt: Im Neubau ist von Beginn an eine zentrale Lüftungsanlage vorgesehen, die für frische Luft sorgen soll. In dem Bestandsbau aus dem Jahr 2011 fehlt diese. Die Verwaltung will jetzt dezentrale Lüftungen in den 60 Unterrichtsräumen nachrüsten. „Wir glauben, jetzt eine vernünftige technische Lösung gefunden zu haben“, sagte Zychlinski. Insgesamt nehme der Rat dafür circa 1,4 Millionen Euro in die Hand.

Jugendliche dürfen bei Gestaltung des Außengeländes mitreden

Nach Ende der Bauarbeiten soll das Außengelände angepasst werden – mit Grünflächen und Spielgeräten. Dazu plant die Verwaltung einen Workshop mit Schülern und Lehrern, kündigte Bischoff an. Die Beteiligung der Jugendlichen sei wichtig, unterstrich Zychlinski. Und Kultusminister Tonne, der sich zuvor ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatte, lobte das Vorhaben: „Das finde ich eine sehr, sehr gute Idee.“ Er habe gute Erfahrungen gemacht, wenn die Nutzer bei den Planungen einbezogen werden. Das fördere die Akzeptanz.

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Von Julia Gödde-Polley

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